Die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA hat Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff Spikevax des US-Unternehmens Moderna genehmigt.
Impfung mit dem Moderna-Vakzin
Impfung mit dem Moderna-Vakzin - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • EU-Behörde: Antikörperspiegel nimmt mit der Zeit ab.

«Die Daten zeigten, dass eine dritte Dosis Spikevax, die sechs bis acht Monate nach der zweiten Dosis verabreicht wurde, zu einem Anstieg der Antikörperspiegel bei Erwachsenen führte, deren Antikörperspiegel abgenommen hatte», begründete die Amsterdamer Behörde am Montag ihre Entscheidung.

Die zuständigen Gesundheitsbehörden der EU-Länder könnten nun «unter Berücksichtigung der lokalen epidemiologischen Situation» offizielle Empfehlungen für die Verabreichung von Auffrischungsdosen abgeben, erklärte die EMA weiter.

Den Angaben zufolge wurden bei Auffrischungsimpfungen mit dem Moderna-Mittel bislang ähnliche Nebenwirkungen beobachtet wie nach zwei Impfungen. «Das Risiko von entzündlichen Herzerkrankungen und anderen sehr seltenen Nebenwirkungen nach einer Auffrischung wird sorgfältig überwacht», fügte die EMA hinzu.

Anfang Oktober hatte die Behörde erstmals Auffrischungsimpfungen mit dem Biontech-Impfstoff für Erwachsene allgemeines grünes Licht gegeben. Eine Extra-Dosis Moderna hatte die Behörde zeitgleich zunächst nur für Menschen mit schwer geschwächtem Immunsystem empfohlen.

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