Betrunkener Autofahrer beschimpft Thurgauer Polizisten – Busse

Nicolas Eggen
Nicolas Eggen

Bodensee,

Ein betrunkener Autofahrer will sich einer Polizeikontrolle entziehen. Als die Polizisten den Mann anhalten, deckt er sie mit Beschimpfungen ein.

Polizeikontrolle
Ein betrunkener Autofahrer hat Polizisten der Kapo Thurgau mit zum Teil kuriosen Beschimpfungen überhäuft. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Polizisten bemerken einen Autofahrer, der Schlangenlinien fährt.
  • Als sie ihn stoppen wollen, fährt der betrunkene Mann einfach weiter.
  • Schliesslich kann die Polizei den Mann anhalten – er deckt sie mit Beschimpfungen ein.
  • Die Konsequenz: Zwei Monate bedingte Freiheitsstrafe inklusive Busse und Verfahrenskosten.

Im Juli 2025 fährt ein Mann aus Mammern TG mit seinem Opel Astra auf der Landstrasse nach Hause. Er fährt Schlangenlinien, überquert den Mittelstreifen und legt eine unsichere Fahrweise an den Tag. Eine Patrouille der Polizei wird deshalb auf ihn aufmerksam.

Beim Ortseingang von Mammern fordert ihn die Kapo Thurgau zum Anhalten auf. Doch der Mann setzt seine Fahrt unbeirrt fort.

Dies geht aus einem rechtskräftigen Strafbefehl vom November des letzten Jahres hervor, wie das «St. Galler Tagblatt» schreibt. Auch als die Polizisten das Blaulicht einschalten, fährt der Mann einfach weiter.

Atemalkoholtest zeigt: Mann hatte mehr als 1,2 Promille intus

Mitten in Mammern gelingt es den Polizisten schliesslich, den Opel Astra zum Stehen zu bringen. Sie nehmen sofort Alkoholgeruch beim Fahrer wahr und ordnen eine Blut- und Urinprobe an.

Der Mann weigert sich jedoch vehement gegen die Probenentnahme. Die Polizisten verzichten auf eine zwangsweise Entnahme.

Dies wäre nur «unter massiver Gegenwehr» möglich gewesen – wie es laut der Zeitung im Strafbefehl weiter heisst.

Ein später durchgeführter Atemalkoholtest zeigt: Der Mann hatte mehr als 1,2 Promille intus.

Schimpftirade eskaliert

Die Situation eskaliert weiter: Der Mann beschimpft die Polizisten mit einer langen Liste von Schimpfwörtern.

Ganze sechzehn verschiedene Beleidigungen sind laut der Zeitung im Strafbefehl aufgelistet: «F*tzkopf», «Arschloch», «Latschi», «grusigi Sau», «Totsch», «Idioten», «latschi Sau», «Trottel», «Oberlatschi», «grusiger Supertubel», «Latschiköpfe», «Stinkerfeiglinge» und «Impflinge».

Auf einen der beiden Kantonspolizisten ist er offenbar besonders wütend: Den Polizisten bezeichnet er zusätzlich noch als «Lügner», «stinkender Kakerlak» und «Vollidiot».

Nach dem Schimpfwort-Hagel droht der Mann den Beamten sogar mit dem Tod: Er werde sie mit einem Kopfschuss töten, sagt er laut dem Bericht.

Bist du schon einmal in eine Polizeikontrolle gekommen?

Die kreative Schimpftirade, die Drohungen und das betrunkene Autofahren haben Konsequenzen: Der Mann wurde zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Monaten sowie zu einer bedingten Geldstrafe von 3000 Franken verurteilt. Die Probezeit beträgt zwei Jahre.

Zusätzlich muss er eine Busse und Verfahrenskosten von über 3200 Franken zahlen, schreibt das «St. Galler Tagblatt».

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Kommentare

User #3879 (nicht angemeldet)

1,2 Promille ist nicht viel. Das liegt im Fall 0,3 Promille unter dem OLMA-Durchschnitt und 0,8 Promille unter dem Fastnachtsdurchschnitt.

User #5444 (nicht angemeldet)

Haha Latschikopf made my Day

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