Europol

Europol: Kokain mit U-Boot und perfekt getarnt nach Europa

Keystone-SDA
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Niederlande,

Kokain wird einem Europol-Bericht zufolge auf neuen Wegen und mit fast perfekter Tarnung nach Europa geschleust. Die internationalen Drogenbanden seien auf neue Methoden umgestiegen.

ILLUSTRATION - Silber-graue Pakete und weißes Pulver, das Kokain darstellen soll, liegt neben Bananen und Bananenkisten während der Vorstellung einer Awareness-Kampagne für Hafenbesc...
ILLUSTRATION - Silber-graue Pakete und weißes Pulver, das Kokain darstellen soll, liegt neben Bananen und Bananenkisten während der Vorstellung einer Awareness-Kampagne für Hafenbesc... - Keystone/dpa/Marcus Brandt

Das geht aus einem Bericht der europäischen Polizeibehörde in Den Haag hervor. Die Banden nutzten Hochtechnologie, Transfers auf hoher See, Halbtauchboote, Speedboote, Drohnen und ausgeklügelte Verstecke.

Der Kokain-Handel nach Europa hat nach Angaben von Europol «beispiellose Ausmasse erreicht», angetrieben durch die hohe Produktion in Südamerika und zunehmende Nachfrage in der EU. Doch die Banden steuerten weniger häufig die grossen Seehäfen wie Antwerpen oder Rotterdam an.

Die Europol-Experten weisen darauf hin, dass Kokain in Industrieanlagen, Maschinen oder sogar unter Wasser am Schiffsrumpf versteckt werde. Banden würden die Drogen auch mit Hilfe von Chemikalien in Lebensmittel, Kunststoffe oder Textilien «waschen». Eine fast perfekte Tarnung, so Europol: «Diese Methoden machen die Aufdeckung durch Scanner, Spürhunde und forensische Tests extrem schwierig.»

Die internationalen Banden nutzten auch Technologie wie verschlüsselte Kommunikationssysteme, autonome Schiffe und Drohnen. So hofften sie, den Ermittlern zu entgehen.

Die Experten von Europol weisen darauf hin, dass die Banden zunehmend auf hoher See die Ware auf ein Tochterschiff umladen würden, mit Kurs auf Westafrika. Von dort aus werde das Kokain dann direkt zum europäischen Festland transportiert oder zu den Kanarischen Inseln. Mit Hilfe von Speedbooten gelangten die Drogen dann an die andalusische Küste und dann in die gesamte EU.

Europol-Chefin Catherine De Bolle unterstrich die Notwendigkeit der internationalen Zusammenarbeit. «Wir wissen, dass diese Gruppen ihre Methoden zunehmend diversifizieren und kleinere Schiffe, Transfers auf See und clevere Tarntechniken einsetzen, um einer Entdeckung zu entgehen.»

Kommentare

User #3245 (nicht angemeldet)

Wer dieses Zeugs konsumiert, finanziert damit DIREKT die organisierte Kriminalität mit all seinen hässlichen Seiten. Aber sobald es um den eigenen Verzicht geht, ist es vorbei mit der hochgelobten Selbstverantwortung.

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