Etwa 550 Feuerwehrkräfte haben auch am Dienstag ihren Einsatz gegen den Waldbrand in der Sächsischen Schweiz fortgesetzt.
Löschhubschrauber
Löschhubschrauber - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Brandenburg gilt dagegen «Feuer aus».

Schwerpunkt der Löscharbeiten waren die Grenze zu Tschechien und das Gebiet um die Bärenfangwände, wie ein Sprecher des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sagte. Derweil meldete Brandenburg nach dem dortigen grossen Waldbrand «Feuer aus».

Dem Sprecher des Landkreises Sächsische Schweiz zufolge loderten weiterhin immer wieder offene Feuer auf. Diese würden direkt bekämpft. Vor allem gehe es aber in der derzeitigen Phase um eine detaillierte Brandbekämpfung. Es würden von Glutfeuern betroffene Stellen im Boden gesucht, dort die Böden freigemacht und die Stellen dann mit Barrieren eingegrenzt. Unterstützt würden die Massnahmen weiter durch Einsätze von Hubschraubern.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte im Bayerischen Rundfunk, er halte weitere Investitionen in den «vorsorgenden Brandschutz» und in entsprechende Technik für erforderlich. Sachsen habe den Kauf von drei Hubschraubern ausgeschrieben, die Wasser transportieren können. «Ich finde, wir sollten das als Diskussion in Deutschland tun, mit der Bundesregierung gemeinsam, aber auch über Bundesländergrenzen.»

Im Nachgang zu den Bränden werde es eine Aufarbeitung geben müssen. Es müsse auf den Klimawandel und die zunehmende Trockenheit reagiert werden. Es gehe etwa um Konsequenzen für die Waldbewirtschaftung und die Frage, ob Totholz «nicht doch in grösserem Masse aus dem Wald geholt» werden müsse. Auch müssten «trockenresistentere Arten schneller und zügiger» gepflanzt werden. Die «Aufklärung der Bevölkerung» sei ebenso wichtig.

Der Grossbrand in der Nähe der brandenburgischen Stadt Falkenberg galt derweil nach gut einer Woche als gelöscht. «Feuer aus - im Feuerwehrjargon ist das die Bezeichnung, um ein Feuer abzugeben», sagte Martin Neumann, der stellvertretende Wehrführer der Verbandsgemeinde Liebenwerda. Damit müssten nun die Besitzer der Flächen die Verantwortung für die Kontrolle von verbliebenen Glutnestern übernehmen.

Neumann sagte, von den noch vereinzelt vorhandenen Glutnestern gehe keine Gefahr mehr aus. Am Mittwoch werde es eine zentrale Veranstaltung der Forstbehörde mit den mehr als 60 Eigentümern der von dem Grossbrand betroffenen Flächen geben. Diese müssten ab dann die Kontrolle über das Gebiet übernehmen und selbst prüfen, ob irgendwo noch Brandnester glimmen, und diese löschen. Der Waldbrand betraf eine Fläche von etwa 800 Hektar.

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