Einigung mit Gewerkschaft: Streiks bei Lufthansa abgewendet
Die Fluggesellschaft ist bis auf Weiteres vor weiteren Streiks gefeit. Das Unternehmen hat mit der Gewerkschaft Ufo ein Schlichtungsabkommen ausgehandelt.

Das Wichtigste in Kürze
- Bei der Lufthansa sind weitere Streiks des Kabinenpersonals vorerst nicht möglich.
- Das Unternehmen hat mit der Gewerkschaft Ufo ein Schlichtungsabkommen vereinbart.
- Der Vereinbarung waren drei Streikwellen mit 2000 Flugausfällen vorausgegangen.
Passagiere der Lufthansa können aufatmen: Bei der Fluggesellschaft sind weitere Streiks des Kabinenpersonals vorerst nicht mehr möglich.
Schlichtungsabkommen und Friedenspflicht
Das Unternehmen hat mit der Kabinengewerkschaft Ufo ein umfassendes Schlichtungsabkommen vereinbart samt einer Friedenspflicht bis zum Ende des Verfahrens, wie beide Seiten am Freitag gemeinsam mitteilten. Sie soll von einer Mediation und einem aussergerichtlichen Güteverfahren begleitet werden, um auch aussertarifliche Streitigkeiten beilegen zu können.

Der Vereinbarung waren drei Streikwellen mit zusammen rund 2000 Flugausfällen und monatelange Verhandlungen zwischen den tief zerstrittenen Tarifparteien vorausgegangen. Eine Wende war erst mit dem Einstieg des neuen Lufthansa-Personalchef Michael Niggemann gelungen, der bisher Swiss-Finanzchef war.
Sonderzahlung von je 1500 Euro
Mit dem Einstieg in die Schlichtung sind für die rund 22 000 Lufthansa-Flugbegleiter sofortige Verbesserungen verbunden. So werden die Stop-Over-Aufenthalte in Japan und Südkorea wieder verlängert und die Beschäftigten erhalten eine Sonderzahlung von je 1500 Euro.
Die Ufo schliesst seit 2002 Tarifverträge mit der Lufthansa ab. In einer schweren Führungskrise der Gewerkschaft hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr aber deren Tariffähigkeit bezweifelt und Beschlüsse des Ufo-Vorstands etwa zur Kündigung von tarifverträgen nicht anerkannt. Eine entsprechende Klage zur Aberkennung des Gewerkschaftsstatus wurde in der Zwischenzeit aber zurückgenommen.
















