Easyjet Switzerland will das Flugangebot stärker hochfahren
Easyjet Switzerland will bis Ende September das Flugangebot wieder erhöhen. Auch der Billigflieger schreibt wegen der Corona-Pandemie rote Zahlen.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Coronavirus-Pandemie sorgt auch bei Easyjet für rote Zahlen.
- Das Flugangebot kann jedoch stärker als erwartet hochgefahren werden.
- Das Management will keine Finanzprognose abgeben.
Nach tiefroten Zahlen in der Corona-Krise fährt der britische Billigflieger Easyjet Switzerland sein Flugangebot stärker hoch als bisher geplant. «Unsere Buchungen für den Rest des Sommers entwickeln sich besser als erwartet», sagte Unternehmenschef Johan Lundgren. Am Dienstag präsentierte er die Quartalszahlen in Luton bei London.
Im laufenden Geschäftsquartal bis Ende September werde Easyjet nun voraussichtlich 40 Prozent der ursprünglich geplanten Flüge anbieten. Bisher hatte das Management nur mit einer Kapazität von 30 Prozent geplant.
Tiefrote Zahlen wegen Flugstopp im dritten Geschäftsquartal
Der Easyjet-Verkehr brach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 99,6 Prozent auf 709 Flüge ein. Entsprechend sackte der Umsatz von 1,76 Milliarden auf nur noch 7 Millionen britische Pfund (rund 8,4 Millionen Franken) ab. Vor Steuern und Sondereffekten verbuchte Easyjet Switzerland daher einen Verlust von rund 325 Millionen Pfund. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Gewinn von 174 Millionen gestanden.

Das wichtige Sommerquartal für Easyjet Switzerland steht noch aus
Auch für das wichtige Sommerquartal erwartet Lundgren rote Zahlen. Der Verlust dürfte allerdings geringer ausfallen als im abgelaufenen Quartal. Das Geschäftsjahr des Billigfliegers läuft Ende September aus. Doch auch so kurz vor Ende wollte das Management keine Finanzprognose abgeben. Grund ist die grosse Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie