Die südukrainische Grossstadt Mykolajiw wurde mit russischen Raketen angegriffen. Laut dem Gouverneur wurden drei Menschen getötet und über 20 schwer verletzt.
Ein Teil einer Rakete steckt nach einem russischen Bombenangriff Anfang dieser Woche im Boden. Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa
Ein Teil einer Rakete steckt nach einem russischen Bombenangriff Anfang dieser Woche im Boden. Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Petros Giannakouris

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mykolajiw wurde das Verwaltungsgebeude mit Raketen beschossen worden.
  • Gouverneur Witalij Kim meldete über Telegram, dass drei Menschen getötet wurden.
  • Mindestens 22 Menschen seien schwer verletzt worden.

In der südukrainischen Grossstadt Mykolajiw ist das Gebäude der Gebietsverwaltung von der russischen Armee mutmasslich mit einer Rakete angegriffen worden. Dabei wurden nach Angaben des Zivilschutzes am Dienstag drei Menschen getötet und mindestens 22 weitere verletzt. «Sie haben mein Arbeitszimmer getroffen, die Bastarde», sagte Gouverneur Witalij Kim am Dienstag bei Telegram.

Er zeigte ein Foto mit einem riesigen Loch und Trümmern im Verwaltungsgebäude sowie den Mitschnitt einer Überwachungskamera mit der Rakete. 50 bis 100 Mitarbeiter hätten sich retten können, sagte er.

Raketenangriffe häufen sich

Weitere Raketenangriffe wurden auf Objekte bei Nikopol und Pawlohrad im Gebiet Dnipropetrowsk gemeldet. Zuletzt meldete die ukrainische Armee erfolgreiche Gegenangriffe. Es lagen keine unabhängigen Angaben vor.

Bereitet Ihnen der Ukraine-Krieg Sorgen?

Vor knapp fünf Wochen, am 24. Februar, hatte Russland einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen. UN-Angaben zufolge sind seitdem mindestens 1100 Zivilisten getötet worden. Die UN und Kiew gehen aber von weitaus höheren Opferzahlen aus.

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