Drei Tipps für Angehörige bei Glücksspielsucht

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Deutschland,

Beim Zocken schmilzt die Zeit dahin und das Geld ebenfalls. Ist ein Mensch glücksspielsüchtig, belastet das Familie und Freundschaften. Was Angehörige tun können - und was sie besser lassen.

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Online-Casinos sind in Deutschland eigentlich unzulässig. - Ole Spata/dpa/dpa-tmn

Das Wichtigste in Kürze

  • Jeden Tag sind sie da: der Spieldruck, der Nervenkitzel und die Hoffnung auf das grosse Geld.

Oft führt eine Glücksspielsucht aber in den finanziellen Ruin. Und auch Beziehungen leiden, wenn das Zocken - online oder offline - den Alltag bestimmt.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gibt Tipps, wie Angehörige damit umgehen können, wenn einer ihrer Liebsten vom Glücksspiel nicht loskommt.

- Glücksspielsucht als Krankheit betrachten:

Die BZgA rät Angehörigen, sich klarzumachen, dass Glücksspielsucht eine offiziell anerkannte Krankheit ist. Und zwar eine mit grossem Leidensdruck. Das mache es einfacher, die Betroffenen nicht zu verurteilen - auch wenn ihr Verhalten Schaden anrichtet.

- Behutsam kommunizieren:

«Wie kannst du nur?» Schnell passiert es, dass Angehörige Vorwürfe aussprechen. Die bringen Betroffene allerdings selten dazu, den Ausstieg aus dem Glücksspiel anzupacken.

Besser ist: Die eigenen Sorgen thematisieren - und zwar ruhig, aber bestimmt. Angehörige können Spielsüchtige zudem motivieren, Hilfsangebote zu nutzen.

Einen Überblick gibt es etwa auf dem Portal www.check-dein-spiel.de der BZgA. Suchtberatungsstellen findet man im Suchthilfeverzeichnis der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

- Kein Geld verleihen:

So gern man den geliebten Menschen unterstützen möchte: Geld sollte man ihm oder ihr nicht leihen. Auch dann nicht, wenn es vermeintlich dafür gedacht ist, Schulden zu begleichen.

Die BZgA weist darauf hin, dass es Spielsüchtigen schwerfällt, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen. Mit der Folge, dass das Geld meist als Spieleinsatz endet - und der Teufelskreis weitergeht.

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