Dramatische Seenotrettung im Mittelmeer: Frau stirbt, viele vermisst

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    Italien,

    71 Migranten wurde am Montagabend von einem Schlauchboot in zentralen Mittelmeer geholt. Dabei ist es zu einem Todesopfer gekommen.

    Schlauchboot
    Auf dem Mittelmeer ist es zu einer dramatischen Seenotrettung gekommen. (Symboldbild) - keystone

    Im zentralen Mittelmeer ist es nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen zu einer dramatischen Rettungsaktion mit Vermissten und einem Todesopfer gekommen. Die Hilfsorganisation habe am Montagabend 71 Migranten von einem Schlauchboot auf das Schiff «Geo Barents» geholt, twitterten die Retter.

    Zu der Gruppe gehörten demnach auch Kinder. Noch in der Nacht seien Geflüchtete wegen ihres Zustands vom Schiff evakuiert worden, darunter auch ein schwer verletztes Kind, hiess es.

    Die «Geo Barents» hatte die Menschen vor der libyschen Küste von deren Boot gerettet, wie Satellitendaten zeigten. Viele Menschen versuchen, von Nordafrika aus in teils seeuntauglichen Booten Malta oder Italien zu erreichen, weil sie sich in der EU ein besseres Leben erhoffen. Nach Angaben der Vereinten Nationen starben bei den gefährlichen Überfahrten in diesem Jahr bereits offiziell 850 Menschen. Die Dunkelziffer könnte deutlich höher sein.

    Unterdessen durften zwei deutsche Seenotrettungsschiffe nach langem Warten mit geflüchteten Menschen an Bord italienische Häfen anfahren. Die «Sea-Watch 4» bekam die Erlaubnis, mit etwas mehr als 300 geretteten Migranten in Porto Empedocle auf Sizilien anzulegen. «Endlich ein sicherer Hafen», twitterte die Berliner Organisation. Die «Louise Michel» brachte 59 Migranten auf Lampedusa an Land.

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