Nach zwei Jahren Pandemie werden viele Angestellte zurück ins Büro zitiert. Dabei ist der Wunsch nach mehr Flexibilität gross. Einer «Workation» stehen viele Arbeitgeber jedoch kritisch gegenüber.
Nur wenige Büros scheinen in einem Bürogebäude in Berlin Mitte besetzt.
Nur wenige Büros scheinen in einem Bürogebäude in Berlin Mitte besetzt. - Michael Kappeler/dpa

Ein Drittel der Büroangestellten in Deutschland muss einer Studie zufolge vollständig vom Büro aus arbeiten.

Und das, obwohl die Mehrheit der Führungskräfte bereit ist, Mitarbeitern mehr Flexibilität zu gewähren, wie eine am Montag veröffentlichte Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag des Technologieunternehmens Slack zeigt. 77 Prozent der befragten Führungskräfte gaben an, ihre Mitarbeiter von überall aus arbeiten zu lassen, solange diese ihre gewohnten Leistungen erbrächten. Von den Führungskräften, die das Arbeiten von überall ablehnen, tut dies den Angaben zufolge jede Dritte aus Sorge davor, zu wenig Kontrolle über die Mitarbeiter zu haben.

Der Wunsch nach mehr Flexibilität am Arbeitsplatz seitens der Mitarbeiter ist der Studie zufolge gross. Fast die Hälfte aller befragten Büroarbeiter gab an, für einige Zeit von einem Urlaubsort arbeiten zu wollen. 13 Prozent nutzten diese Möglichkeit bislang. Viele zogen eine positive Bilanz: 68 Prozent der Befragten, die bereits von einem Urlaubsort gearbeitet haben, würden dies wieder tun. Eine Erlaubnis dazu haben den Angaben zufolge bislang nur 15 Prozent.

In den vergangenen zwei Jahren nutzten trotz des Wunsches nach mehr Freiheit der Studie zufolge nur wenige Büroangestellte die Möglichkeit der örtlichen Flexibilität. 73 Prozent der Befragten gaben an, nicht ausserhalb des Büros oder des eigenen Zuhauses gearbeitet zu haben. Lediglich 13 Prozent verlagerten ihr Homeoffice zu Freunden oder Familie. Von einem Urlaubsort aus arbeiteten 7 Prozent. Bei den Führungskräften waren es 14 Prozent.

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