Iran-Ticker: US greifen iranische Öl-Insel an – Teheran warnt
Vor bald zwei Wochen griffen die USA und Israel den Iran an, der grossflächig zurückschlug. Die für den Öl-Handel wichtige Strasse von Hormus ist blockiert.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran und Libanon an.
- Der Iran schlägt zurück und bombardiert auch die Golfstaaten.
- Wegen der Eskalation im Nahen Osten sind die Benzin-Preise stark angestiegen.
Seit mehr als einer Woche eskaliert die Lage im Nahen Osten: Nach Angriffen Israels und der USA schlägt der Iran zurück, indem er Golfstaaten attackiert, was auch Touristen betrifft. Zudem blockiert Teheran die Strasse von Hormus, wodurch die Ölpreise stark anstiegen.
Bei den Angriffen wurde Ali Khamenei, der Oberste Führer des Irans, getötet. Sein Sohn Mojtaba wurde zum Nachfolger ernannt. Doch auch er soll verletzt worden sein.
Donald Trump hat bereits mehrfach von einem baldigen Kriegsende gesprochen. Die Ziele und der langfristige Plan der USA im Nahen Osten sind nicht klar. Mittlerweile hat das Pentagon entschieden weitere Kriegsschiffe und weitere 5000 Marine-Infanteristen nach Nahost zu schicken.
Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung:
Ölpreise weiter hoch – kaum Hoffnung auf schnellen Frieden
05.30: Trotz der gelockerten Sanktionen für russisches Erdöl bleiben die Ölpreise auf dem höchsten Niveau seit Jahren. Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Mai rund 103 US-Dollar und damit etwas mehr als am Vortag.

Zum Vergleich: Vor Kriegsbeginn lag der Preis noch bei rund 73 Dollar. Die Marke von 100 Dollar pro Barrel hatten die Ölpreise zuletzt im Sommer 2022 geknackt. Die steigenden Ölpreise sind für Verbraucher weltweit spürbar. Obwohl vor allem Asien am Öl der Strasse von Hormus hängt, stiegen die Spritpreise auch in Europa und den USA zuletzt erheblich.
Trump: Marine-Eskorte in Strasse von Hormus beginnt «bald»
04.55: US-Kriegsschiffe sollen nach Aussagen von Trump in Kürze Tanker durch die Strasse von Hormus begleiten. Die Eskorte der US-Marine werde «bald» beginnen, sagte Trump zu Journalisten. Die iranischen Revolutionsgarden blockieren im Zuge des Krieges mit den USA und Israel die für den weltweiten Öltransport wichtige Meerenge. Der Schiffsverkehr ist nahezu zum Erliegen gekommen. Das Pentagon schickt laut Medienberichten jetzt weitere Kriegsschiffe und Marine-Infanteristen in den Nahen Osten.
Iran warnt USA vor Angriff auf Öl-Infrastruktur
04.15: Die iranischen Streitkräfte haben nach der Bombardierung der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg durch die US-Armee Washington vor einem Angriff auf den Öl- und Energiesektor gewarnt.

Ein Sprecher sagte nach Angaben des regierungstreuen Senders Press TV, dass bei einem Angriff auf Irans Öl-, Wirtschafts- oder Energieinfrastruktur «alle entsprechenden US-Einrichtungen in der Region zerstört werden».
Trump: Für Ölindustrie wichtige iranische Insel angegriffen
02.02: US-Streitkräfte haben nach Angaben von Trump die militärischen Anlagen auf der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Kharg zerstört. Auf eine Vernichtung der Öl-Infrastruktur habe er vorerst verzichtet, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social.
Zugleich warnte er den Iran: Sollte der Iran oder jemand anders die Durchfahrt von Schiffen durch die Strasse von Hormus versuchen zu behindern, werde er die Entscheidung «sofort überdenken». Der Verkehr durch die für den globalen Ölexport wichtigen Meerenge ist in dem Krieg durch eine iranische Blockade nahezu zum Erliegen gekommen.

Auf der Insel Kharg im Persischen Golf befindet sich Irans wichtigster Ölhafen. Dort wird Medienberichten zufolge fast der gesamte Ölexport der Islamischen Republik umgeschlagen. Sie ist daher von strategisch grosser Bedeutung.
Berichte: Sechs Tote bei israelischem Luftangriff im Südlibanon
21.42: Bei einem israelischen Luftangriff sind in der südlibanesischen Stadt Nabatije Berichten zufolge mindestens sechs Menschen getötet worden. Unter den Opfern habe sich auch ein junges Mädchen befunden, berichtete die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. Ein israelisches Kampfflugzeug habe das Wohnhaus einer Familie angegriffen, hiess es weiter. Das israelische Militär äusserte sich bislang nicht zu dem Vorfall.
Hisbollah-Chef: «Aufgeben ist keine Option»
21.14: Hisbollah-Chef Naim Kassim hat anlässlich der Eskalation zwischen Israel und der Schiitenmiliz erneut die anhaltende Kampfbereitschaft seiner Organisation bekräftigt. «Das Wort «Kapitulation» steht nicht in unserem Wörterbuch», sagte er in einer Fernsehansprache. «Wir werden uns in dieser Schlacht um die Existenz verteidigen, egal, wie viele Opfer das erfordert.»

Vier Verdächtige nach Explosion an US-Botschaft in U-Haft
20.05: Nach einer Explosion an der US-Botschaft in Oslo vor einer knappen Woche hat ein Gericht Untersuchungshaft für vier Verdächtige angeordnet. Es handelt sich dabei um drei Brüder und deren Mutter. Die Männer waren bereits am Mittwoch unter Terrorismusverdacht festgenommen worden, ihre Mutter am Freitag.
Einer der Brüder hat eingeräumt, die Sprengladung an der Botschaft platziert zu haben. Die anderen drei Verdächtigen bestreiten ein Mitwirken an der Tat. Das Gericht sieht aber die Gefahr, dass die Familie sich bei ihren Aussagen absprechen könnte. Laut dem norwegischen Rundfunk sind die Männer norwegische Staatsbürger mit irakischem Migrationshintergrund. Verletzt wurde bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag niemand.












