Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt hat gegen Porsche ein Verfahren wegen falscher Verbrauchsangaben bei Benzinmotoren eingeleitet. Die Behörde untersuche Fahrzeuge des Herstellers, bestätigte die Flensburger Zulassungsbehörde am Donnerstag, äusserte sich aber nicht zu dem Verfahren. Das Magazin «Business Insider» berichtete, bei Messungen des KBA habe sich herausgestellt, dass bei drei Modellen die CO2-Emissionen auf dem Prüfstand wesentlich höher gewesen seien, als Porsche bei der Zulassungs-Typisierung angegeben habe. Der VW-Tochter drohe der Rückruf von mehreren tausend Fahrzeugen.
Ermittler durchsuchten Büros der Porsche AG.
Ermittler durchsuchten Büros der Porsche AG. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Porsche erklärte, bei der von dem Unternehmen selbst angestossenen Untersuchung habe sich herausgestellt, dass nur wenige Fahrzeuge betroffen seien.

Ihr Anteil an der Flotte des Herstellers von Sport- und Geländewagen liege weit unter einem Prozent. Dem Magazin zufolge blieben bei Messungen durch das KBA acht von elf getesteten Modellen im Toleranzbereich. In drei Fällen habe der CO2-Ausstoss aber um mehr als vier Prozent über dem Typen-Genehmigungswert gelegen. Dabei handele es sich um ältere Modelle des Macan und des Boxster Spyder 981, von denen insgesamt knapp 20.000 Fahrzeuge im Markt seien. Das KBA beabsichtige, einen Rückruf anzuweisen.

Porsche hatte bei internen Prüfungen vor einem Jahr mögliche Unstimmigkeiten festgestellt und diese der Behörde gemeldet. Daraufhin waren auch Modelle aus aktueller Produktion untersucht worden. Dabei hatte das Kraftfahrt-Bundesamt keine Abweichungen von den Typengenehmigungen gefunden.

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