Deutscher Kanzleramtschef kündigt Kandidatur für CDU-Vorsitz an
Helge Braun, der geschäftsführende Kanzleramtschef, kündigt die Teilnahme an der Kandidatur für das Amt des Vorsitzenden der deutschen Christdemokraten an.

Das Wichtigste in Kürze
- Helge Braun kandidiert für das Amt des Vorsitzenden der deutschen Christdemokraten.
- Damit möchte er die Nachfolge von Armin Laschet antreten.
- Auch Friedrich Merz wird womöglich zu der Kandidatur antreten.
Der geschäftsführende Kanzleramtschef Helge Braun kandidiert für das Amt des Vorsitzenden der deutschen Christdemokraten. Der 49-Jährige kündigte dies am Freitag in einer Online-Sitzung des Landesvorstands der hessischen CDU an. Dies teilte der Landesvorsitzende Volker Bouffier mit.
Braun habe auch seine inhaltlichen und organisatorischen Vorstellungen zur Erneuerung der CDU vorgestellt. «Mit dieser Kandidatur erhalten die Mitglieder der CDU Deutschlands ein profiliertes Personalangebot mit langjähriger Regierungs- und Parteierfahrung.» Dies hiess es in einer Mitteilung Bouffiers.

Bereits zuvor hatte der CDU-Aussenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur angekündigt. Er kandidiere, «aus der tiefen Überzeugung, dass es kein »Weiter so«, erst recht kein »Zurück« geben dürfe. Es gehe vielmehr um »eine inhaltlich definierte Erneuerung« der CDU.
Nachfolge von Armin Laschet
Es wird erwartet, dass auch Friedrich Merz, der frühere Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, antreten wird. Dies um Nachfolger von Parteichef Armin Laschet zu werden. Er hat sich dazu bislang aber noch nicht genau geäussert.
Die CDU hatte bei der Bundestagswahl im September das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt. Gemeinsam mit der nur in Bayern antretenden Schwesterpartei CSU kam die Union deutschlandweit auf nur noch 24,1 Prozent der Stimmen. Laschet gibt daher den Parteivorsitz nach einem Jahr wieder ab. Der frühere Ministerpräsident des westdeutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen ist jetzt nur noch einfacher Abgeordneter im Bundestag.

Gewählt werden soll der neue Vorsitzende der momentan rund 400'000 Mitglieder zählenden CDU bei einem Bundesparteitag am 21. Januar in Hannover. Davor will die CDU erstmals in ihrer Geschichte eine Mitgliederbefragung durchführen.
Dort wird faktisch die Entscheidung fallen, wer künftig an der Spitze der Partei stehen wird. Unterlegene Bewerber sollen beim Parteitag nicht mehr antreten.
















