Ins Weltall fliegen und die Erde mal längere Zeit aus völlig anderer Perspektive sehen. Was wie ein Traum klingt, lässt die meisten Deutschen nach wie vor kalt.
Laut einer Umfrage würde die Mehrheit der Teilnehmer lieber sechs Monate in der Karibik als auf der ISS verbringen. Foto: picture alliance / Georg Ismar/dpa
Laut einer Umfrage würde die Mehrheit der Teilnehmer lieber sechs Monate in der Karibik als auf der ISS verbringen. Foto: picture alliance / Georg Ismar/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn der deutsche Astronaut Matthias Maurer Ende Oktober zur Raumstation ISS aufbricht, würden offenbar nur wenige Menschen mit ihm tauschen mögen.

Zumindest ziehen die meisten ein anderes Ziel vor: 79 Prozent würden lieber sechs Monate in der Karibik verbringen als sechs Monate auf der ISS, nur 11 Prozent bevorzugen die Raumstation. Das ergab eine repräsentative Online-Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov unter 2053 Menschen. Die Antwort fällt noch deutlicher aus als bei einer entsprechenden Umfrage im Jahr 2018, in dem Alexander Gerst zu seiner zweiten ISS-Mission startete: Damals hatten bei einer YouGov-Umfrage 70 Prozent die Karibik vorgezogen.

Vor allem die Älteren zeigten sich erdverbunden. 85 Prozent der Befragten über 55 Jahren ziehen die Karibik einem Weltraumabenteuer vor - bei den 18- bis 24-Jährigen sind es 68 Prozent. Was die Aussichten für einen künftigen Urlaub im All anbelangt, äusserten sich die Befragten etwas weniger skeptisch als vor drei Jahren: 45 Prozent gaben an, dass dies in 20 Jahren nicht möglich sein wird (2018: 50 Prozent). 36 Prozent gehen von einer ausserirdischen Erweiterung potenzieller Urlaubsziele aus (2018: 27 Prozent). Die übrigen Teilnehmer waren unentschlossen oder gaben keine Auskunft. Bislang waren nur wenige superreiche Privatleute zu einer Stippvisite auf der ISS zu Gast, möglich sind inzwischen aber Kurzflüge ins All mit den Unternehmen Blue Origin, SpaceX und Virgin Galactic.

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