Deutsche vermissen Kontakt zu Familie, Freunden und Nachbarn

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    Vor allem die Kontaktbeschränkungen machen den Deutschen laut einer Umfrage das Leben schwer. Die Sehnsucht nach einem Wiedersehen ist gross. Viele wissen sich aber mit digitalen Alternativen zu helfen.

    Viele Deutsche vermissen laut einer Umfrage ihre Verwandten und Freunde in Folge der aktuelle Kontaktbeschränkungen. Foto: Peter Steffen/dpa
    Viele Deutsche vermissen laut einer Umfrage ihre Verwandten und Freunde in Folge der aktuelle Kontaktbeschränkungen. Foto: Peter Steffen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Zeiten der Corona-Pandemie vermisst rund die Hälfte aller Deutschen laut einer Umfrage am meisten den Kontakt zur Familie, zu Freunden und Nachbarn.

    Für 55 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer stellten die Kontaktbeschränkungen die grösste Entbehrung dar.

    Die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in Hamburg befragte 3000 Bundesbürger. Jeder zweite Befragte habe demnach sogar gesagt, «dass er den Wert der Familie erst durch die Corona-Pandemie (wieder-)entdeckt hat».

    Sehnsucht nach Wiedersehen

    «Die meisten Bürger erkennen die Notwendigkeit der Einschränkungen und halten sich an die Regeln», erklärte Studienleiter Prof. Ulrich Reinhardt. Gleichzeitig sei die Sehnsucht nach einem Wiedersehen mit Verwandten und Freunden gross. «In dieser doppelten Notsituation agieren viele Bürger pragmatisch und weichen auf digitale Kommunikationsarten aus.»

    So nutzten zwei Drittel der Bevölkerung mindestens einmal pro Woche Messangerdienste für Kontakte mit der Familie. Ähnlich populär sei das Telefon, wobei vor allem ältere Bürger zum Höhrer griffen. Fast ein Viertel (23 Prozent) nutzt inzwischen mindestens einmal pro Woche die Videotelefonie. «Während jüngere Bürger dabei besonders die Unkompliziertheit betonen, schätzen es die Älteren, dank Zoom, Skype und Co. plötzlich sogar mehr Kontakt zu Kindern und Enkeln zu haben als vor Ausbruch der Pandemie», erklärte Reinhardt.

    34 Prozent der Befragten setzen den Angaben zufolge trotz der eingeschränkten Möglichkeiten auf Besuche - das seien fünf Punkte mehr als vor einem Jahr, als ohne Corona-Beschränkungen 29 Prozent sagten, die Familie einmal pro Woche zu besuchen. Die meisten Besuche in Corona-Zeiten machen die Landbevölkerung (40 Prozent) und Familien mit Kindern (39 Prozent).

    Trotz vielversprechender Meldungen zu einem Corona-Impfstoff geht die grosse Mehrheit der Deutschen (71 Prozent) davon aus, dass im kommenden Jahr ähnliche Einschränkungen wie 2020 gelten - wobei formal höher Gebildete noch etwas optimistischer sind. Bei ihnen glauben 37 Prozent an Lockerungen im nächsten Jahr.

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