Deutsche Bahn

    Deutsche Bahn: Chefin hat einen Milliarden-Plan für Pünktlichkeit

    Simon Binz
    Simon Binz

    Deutschland,

    Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla fordert 13 Milliarden Euro zusätzlich vom Staat. Ohne das Geld werde das Pünktlichkeitsziel klar verfehlt.

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    Evelyn Palla in ihrem Element: Die Bahn-Chefin fordert bis 2030 Zusatzmittel – sonst droht die Pünktlichkeit unter die 60-Prozent-Marke zu fallen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Palla fordert bis 2030 rund 13 Milliarden Euro zusätzlich für das marode Schienennetz.
    • Ohne Zusatzmittel droht die Pünktlichkeit unter die 60-Prozent-Marke zu fallen.
    • Die marode Infrastruktur ist laut Palla für rund 80% aller Verspätungen verantwortlich.

    Das Ziel ist ambitioniert: Bis Ende 2029 sollen 70 Prozent aller Züge pünktlich fahren – so hat es Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU) vorgegeben.

    Doch Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla (53) macht klar, dass das ohne zusätzliches Geld nicht zu schaffen ist. Laut internen Unterlagen, die dem «Spiegel» vorliegen, braucht der Konzern bis 2030 mindestens rund 13 Milliarden Euro mehr als bisher geplant.

    Wird die Deutsche Bahn je pünktlicher als die SBB sein?

    Aktuell kämpft die Bahn darum, in diesem Jahr überhaupt die 60-Prozent-Marke zu halten. Als Hauptgrund für die schwachen Werte nennt Palla die marode Infrastruktur – kaputte Brücken und Schienen seien für rund 80 Prozent aller Verspätungen verantwortlich.

    «Deshalb ist es auch so schwer, die aktuelle Situation zu verbessern», sagte sie dem «Handelsblatt».

    Schon 150 Milliraden fliessen zur DB

    Dabei steckt der Staat bereits Rekordsummen in die Schiene. Aus dem 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen sollen rund 150 Milliarden in die Bahn fliessen. Doch der Konzern beklagt fehlende Planungssicherheit – und der Bund spare wegen der schwachen Wirtschaftslage auch im Verkehrsetat.

    Bleibt es bei den aktuellen Planungen, könnte die Pünktlichkeit bis Ende des Jahrzehnts sogar deutlich unter 60 Prozent sinken. Mit den geforderten 13 Milliarden dagegen, so die Bahn, wäre das 70-Prozent-Ziel erreichbar. Ob Palla die Bundesregierung davon überzeugen kann, ist offen.

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    Kommentare

    User #78 (nicht angemeldet)

    Hm, wenn die Italiener jetzt auf deutschen Gleise fahren wollen sollte doch die DB am besten ihren "Markteintritt" auf italienischem Gleisen bekannt gegeben. Immerhin sind die da schon mit der Schnellfahrtstrecke seit ein paar Jahren fertig. ;-)

    User #4874 (nicht angemeldet)

    Dann ist noch zu hofen das es keine sabotage gibt?

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