Im Jahr 2021 haben Deutschland und die Volksrepublik China Waren im Wert von 245,4 Milliarden Euro gehandelt. Dagegen schrumpft der Handel mit Grossbritannien nach dem Brexit.
Die Bedeutung Chinas für die deutschen Importe wächst stetig - 2021 wurden Waren im Wert von fast 142 Milliarden Euro aus China importiert. Foto: Jens Büttner/dpa
Die Bedeutung Chinas für die deutschen Importe wächst stetig - 2021 wurden Waren im Wert von fast 142 Milliarden Euro aus China importiert. Foto: Jens Büttner/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • China bleibt Deutschlands wichtigster Handelspartner.

Im vergangenen Jahr wurden Waren im Wert von 245,4 Milliarden Euro zwischen den beiden Staaten gehandelt, teilte das mit.

Der Umsatz im Aussenhandel mit der Volksrepublik, die zum sechsten Mal in Folge wichtigster Handelspartner Deutschlands ist, stieg gegenüber 2020 um 15 Prozent. Dagegen schrumpfte der Handel mit Grossbritannien nach dem Brexit.

Auf den Rängen 2 und 3 in der Rangliste der Handelspartner folgten die Niederlande mit einem Umsatz von gut 206 Milliarden Euro und die USA mit mehr als 194 Milliarden Euro. Der Handel mit den beiden Staaten erholte sich nach den jeweils knapp zehnprozentigen Einbrüchen im Corona-Krisenjahr 2020 kräftig.

Die Bedeutung Chinas für die deutschen Importe wächst stetig: 1980 lag China auf Rang 35 der wichtigsten Importstaaten, 1990 schon auf Rang 14. Seit 2015 steht die Volksrepublik an der Spitze. 2021 wurden Waren im Wert von fast 142 Milliarden Euro aus China importiert, gut ein Fünftel mehr als im Vorjahr. Auf den Rängen 2 und 3 wichtigsten Importstaaten lagen weiter die Niederlande und die USA. «Damit war der Wert der aus China importierten Waren fast doppelt so hoch wie der Wert der Importe aus den Vereinigten Staaten», erklärten die Statistiker.

Die meisten deutschen Exporte gingen mit 122,1 Milliarden Euro (plus 18 Prozent) in die USA. Es folgten China und Frankreich. Die wichtigsten Ausfuhren Deutschlands waren Autos und Autoteile, Maschinen und Chemieerzeugnisse.

Der Handel mit Grossbritannien schrumpfte nach dem Brexit weiter: Mit einem Aussenhandelsumsatz von 97,4 Milliarden Euro (minus 4,6 Prozent) fiel das Königreich in der Liste der wichtigsten Handelspartner Deutschlands auf Rang 10 zurück - die niedrigste Platzierung seit Beginn der Aussenhandelsstatistik 1950.

Mehr zum Thema:

Maschinen Handel Brexit Coronavirus Euro