Ceuta stösst bei minderjährigen Migranten an Grenzen

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Spanien,

Ceuta kämpft mit der Versorgung unbegleiteter Minderjähriger. Die Behörden fordern dringend Unterstützung aus anderen spanischen Regionen.

ceuta
Der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, fordert Unterstützung, da die Unterkünfte für unbegleitete minderjährige Migranten an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. - IMAGO

Die Aufnahmezentren für unbegleitete Minderjährige in Ceuta sind weit über ihre eigentlichen Kapazitäten hinaus ausgelastet. Rund 1100 Kinder und Jugendliche müssen derzeit unter schwierigen Bedingungen betreut und versorgt werden.

Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas bezeichnet die aktuelle Situation als unhaltbar und fordert rasche Unterstützung anderer spanischer Regionen. Zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten fehlen vollständig, wodurch der Druck auf die Einrichtungen täglich weiter wächst.

Auch Hilfsorganisationen warnen vor der starken Überbelegung bestehender Einrichtungen für unbegleitete Minderjährige. «Spiegel» berichtet, dass Ceuta die Lage inzwischen als dringenden Hilferuf an das spanische Festland versteht.

Ceuta sorgt für politischen Streit

Nach spanischem Recht sollen andere Regionen unbegleitete Minderjährige aus besonders belasteten Gebieten übernehmen. Dieses Verfahren stösst jedoch in mehreren Regionen auf erheblichen politischen Widerstand.

Sollten andere spanische Regionen mehr minderjährige Migranten aus Ceuta aufnehmen?

Vor allem konservativ regierte Regionen lehnen verpflichtende Aufnahmen weiterer Minderjähriger derzeit ab. Dadurch verzögert sich die Entlastung Ceutas trotz der angespannten humanitären Lage zusätzlich.

Die Verteilung der Minderjährigen entwickelt sich zunehmend zu einem politischen Konflikt innerhalb Spaniens. «Zeit» zufolge erschwert der Widerstand mehrerer Regionen eine schnelle Umsetzung geplanter Entlastungsmassnahmen.

Hilfsmassnahmen reichen bislang nicht aus

Die spanische Regierung stellte zusätzliche Mittel für die Versorgung unbegleiteter Minderjähriger bereit. Dennoch bleibt die bestehende Infrastruktur nach Einschätzung der Behörden deutlich überlastet.

ceuta
In Ceuta warten viele unbegleitete Minderjährige weiterhin auf Betreuung und ihre offizielle Registrierung. - keystone

Viele Kinder schlafen weiterhin im Freien und warten auf Betreuung oder ihre offizielle Registrierung durch die zuständigen Behörden. Gleichzeitig prüfen die Behörden mögliche Familienzusammenführungen mit Angehörigen in den jeweiligen Herkunftsländern.

Die Zahl der betreuten Minderjährigen könnte nach Einschätzung der Behörden weiter steigen und neue Herausforderungen verursachen. «Euronews» berichtet zudem über Massnahmen zur Registrierung Vermisster und Unterstützung betroffener Familien.

Mehr zum Thema:

Weiterlesen

Giorgia Meloni
25 Interaktionen
Ceuta-Krise
ceuta
15 Interaktionen
Ceuta-Krise
Ceuta
205 Interaktionen
Hitze
Boutique Boatel ATTILA
Genuss und Sehnsucht

MEHR IN NEWS

LEgionellen
1 Interaktionen
Legionellen
Drogen
4 Interaktionen
Drogen
Libanon
1 Interaktionen
Beirut

MEHR AUS SPANIEN

Mallorca Geissbrasse
39 Interaktionen
«Blut floss»
Lionel Messi
8 Interaktionen
Petition nach WM
13 Interaktionen
Palma
ceuta
22 Interaktionen
Brüssel