Am Sonntag haben in Russland erneut Menschen gegen den Ukraine-Krieg protestiert. Die Demos fanden in mehreren Städten statt.
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Demonstranten halten sich an einer Demo gegen den Ukraine-Krieg in St. Petersburg am 1. März 2022 aneinander fest. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut Bürgerrechtlern sollen bis zum Nachmittag fast 1000 Menschen verhaftet worden sein.
  • Proteste gab es demnach unter anderem in Moskau, St. Petersburg oder Jekaterinburg.

Bei erneuten Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine sind am Sonntag in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern fast Tausend Menschen festgenommen worden. Bis zum Nachmittag wurden mindestens 937 Menschen in 38 Städten festgenommen, wie die Organisation OWD-Info mitteilt. Proteste gab es demnach unter anderem in Moskau, St. Petersburg, Jekaterinburg, Nischni Nowgorod und Wladiwostok. Die russischen Behörden gehen immer wieder hart gegen kremlkritische Demonstranten vor.

Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar gab es laut OWD-Info mehr als 15'000 Festnahmen auf Demonstrationen gegen den Krieg. Einige Demonstranten seien bereits mehrfach festgenommen worden, schreibt die Organisation in ihrem Telegram-Kanal. Es komme zum Teil zu Geldstrafen und Verhaftungen. Den Angaben nach wurde eine strafrechtliche Verfolgungskampagne gegen Kriegsgegner und Oppositionelle eingeleitet. Mindestens 37 Fälle gegen 43 Menschen würden verfolgt.

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