Silber zeigt Schwäche – erste Risse in der Edelmetallrally
Nach historischem Höhenflug kämpft Silber mit extremer Volatilität. Gold überspringt 5000-Dollar-Marke, doch Analysten warnen vor rascher Überhitzung.

Der Silberpreis durchlebte am Montag laut «NTV» dramatische Schwankungen. Nachdem das Edelmetall am Freitag erstmals die 100‑Dollar‑Marke überwunden hatte, kletterte es zwischenzeitlich auf über 117 Dollar.
Am Ende des Handelstags stand jedoch nur noch ein Plus von rund sechs Prozent auf 109 Dollar. Die extremen Intraday-Bewegungen zeigen erstmals deutliche Ermüdungserscheinungen in der monatelangen Rally.
Gold durchbrach dazu die psychologisch wichtige Schwelle von 5000 Dollar je Feinunze und kletterte auf bis zu 5111 Dollar. Ein schwächerer Dollar sowie anhaltende geopolitische Spannungen trieben Anleger laut «Reuters» verstärkt in sichere Häfen.
Analysten warnen vor Überhitzung
Die Investmentbank Goldman Sachs erhöhte ihre Prognose für Ende 2026 auf 5400 Dollar je Unze. Ursprünglich hatten Analysten nicht erwartet, dass die 5000-Dollar-Marke bereits im Januar fällt.
Die rasante Entwicklung am Goldmarkt überraschte selbst erfahrene Marktteilnehmer. Max Belmont von First Eagle Investment Management sagte laut «Moneycontrol», Gold sei «das Gegenteil von Vertrauen».
Es biete Absicherung gegen unerwartete Inflationsschübe, plötzliche Markteinbrüche und aufflammende geopolitische Risiken. Diese Faktoren seien derzeit alle gleichzeitig präsent.
Zentralbanken als Dauerkäufer
Besonders Schwellenländer erhöhen massiv ihre Goldbestände, wie die DZ Bank analysiert. In den ersten neun Monaten 2025 kauften deren Zentralbanken rund 300 Tonnen Gold.
China setzte laut «Reuters» im Dezember seine Goldkäufe den 14. Monat in Folge fort. Dies entspricht ungefähr den gesamten Goldreserven des Vereinigten Königreichs, wie Analysen zu staatlichen Goldbeständen zeigen.
Polen kündigte an, 2026 weitere 150 Tonnen zu erwerben. Ein Ende dieser strukturellen Nachfrage ist nicht absehbar.
Volatilität als Warnsignal bei Silber
Der unabhängige Analyst Ross Norman prognostiziert laut «Market Screener» einen Höchststand von 6400 Dollar bei Gold. Beim Silber mehren sich jedoch die kritischen Stimmen angesichts der drastischen Preisschwankungen.

Das Gold‑Silber‑Verhältnis fiel laut «Finance Magnates» von über 105 Punkten im April 2025. Aktuell liegt es nur noch bei rund 46 Punkten und erreichte damit den niedrigsten Stand seit Jahren.
Diese historisch niedrige Relation deutet auf eine mögliche Überbewertung von Silber hin. Experten sehen darin ein klassisches Zeichen für das nahende Ende einer spekulativen Rally.












