Brigade-Übung in Litauen: Bundeswehr verlegt Truppen und Panzer
In Litauen sind Soldaten und Panzer für die erste grosse Gefechtsübung der dort stationierten Brigade der Bundeswehr eingetroffen. Für das Manöver «Freedom Shield» wurden Truppen und Ausrüstung des Panzerbataillons 203 aus Augustdorf und das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach per Fähre und Bahn in das baltische EU- und Nato-Land verlegt – darunter Kampfpanzer Leopard und Schützenpanzer Puma. Dies teilte ein Sprecher der Brigade mit.

Für die Übung im Mai und Juni werden rund 2900 Soldaten – darunter 2300 aus Deutschland – und rund 800 Fahrzeuge aus acht Nato-Staaten auf dem litauischen Truppenübungsplatz Pabrade zusammengezogen. Dort sollten sie den Angaben zufolge «unter realen Bedingungen mit allen Elementen des modernen Gefechtsfeldes» trainieren: Drohne, Mörser, Artillerie, Kampfhubschrauber, Kampf- und Schützenpanzer.
Die Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 auf. Sie wurde von der Bundesregierung als Reaktion auf die wachsende Bedrohung durch Russland zugesagt und im Frühjahr 2025 formal in Dienst gestellt. Die Truppe soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein. Bislang sind rund 1800 Angehörige des Gefechtsverbandes in Litauen stationiert.
Im Februar 2026 waren die beiden Kampftruppenbataillone in Augustdorf und Oberviechtach der Brigade unterstellt worden. Die Verbände bleiben zunächst aber noch in Deutschland und sollen ganz nach Litauen verlegt werden, sobald der baltische Staat die Infrastruktur dafür fertiggestellt hat. Bis dahin sollen sie regelmässig für Übungen in das an die russische Ostsee-Exklave Kaliningrad und an Russlands Verbündeten Belarus grenzende Litauen kommen. «Freedom Shield» soll den Angaben zufolge künftig zweimal im Jahr stattfinden.










