Boris Johnson

    Boris Johnson traf sich mit «Partygate»-Aufklärerin

    Keystone-SDA
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    Grossbritannien,

    Grossbritanniens Premierminister Boris Johnson steht ein weiteres Mal unter Druck. Grund ist ein Gespräch mit «Partygate»-Aufklärerin Sue Gray.

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    Kurz vor der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts der britischen Regierung zur «Partygate»-Affäre steigt der Druck auf Premierminister Boris Johnson wieder. (Archivbild) - sda - Keystone/PA Wire/Dominic Lipinski

    Das Wichtigste in Kürze

    • Boris Johnson hat sich mit der Partygate»-Aufklärerin Sue Gray getroffen.
    • Die Opposition will eine Aufklärung, worüber beim Treffen gesprochen wurde.
    • Gray soll bald ihren Untersuchungsbericht zur «Partygate»-Affäre veröffentlichen.

    Kurz vor der Veröffentlichung des Untersuchungsberichts der britischen Regierung zur «Partygate»-Affäre steigt der Druck auf Premierminister Boris Johnson wieder. Die Opposition forderte mit Nachdruck Aufklärung, über was Johnson bei einem Treffen mit der Spitzenbeamtin Sue Gray gesprochen hat. Diese soll den Skandal um verbotene Lockdown-Partys in der Downing Street aufklären.

    Kabinettsmitglied Nadhim Zahawi betonte am Sonntag, Johnson habe nie in die Ermittlungen eingegriffen. Er konnte aber auf mehrfache Nachfrage im Sender Sky News nicht sagen, von wem das Treffen initiiert worden. Auch nicht, was besprochen wurde.

    Boris Johnson erhielt Strafbescheid

    Boris Johnson war selbst bei mehreren Lockdown-Partys anwesend, erhielt aber nur in einem Fall einen Strafbescheid. Die Londoner Polizei hatte ihre Ermittlungen kürzlich abgeschlossen und insgesamt 126 Geldstrafen gegen 83 Personen verhängt.

    Nun ist der Weg frei für Gray, ihren gesamten Bericht zu veröffentlichen. Sie hatte nach Beginn der Polizeiermittlungen nur eine stark gekürzte Version öffentlich gemacht und darin Führungsversagen und schweres Fehlverhalten angeprangert. Wegen des Skandals haben auch Mitglieder von Johnsons Konservativer Partei seinen Rücktritt gefordert.

    Boris Johnson
    Der britische Premierminister Boris Johnson wird am Dienstag sein Amt abgeben müssen. - sda - Keystone/Ukrainian Presidential Press Office/AP/Uncredited

    Laut der BBC hatten mit Geldstrafen belegte Beamte noch bis Sonntagabend Zeit, gegen das Vorhaben Einspruch einzulegen. Insgesamt seien etwa 30 Beschäftigte von Downing Street informiert worden, dass Gray sie identifizieren wolle. Dazu zählt auch Johnson.

    Nach Informationen der Sonntagszeitung «Observer» kritisiert der Bericht vor allem den obersten Beamten des Öffentlichen Diensts, Simon Case. Er sei dafür verantwortlich, dass am Regierungssitz eine Kultur mit Alkohol und Regelbrüchen entwickelt und toleriert wurde. Johnson werde Case zum Sündenbock machen, schrieb das Blatt.

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