Hohe Millionengehälter für Top-Manager sind oft ein Aufreger - nicht zuletzt im VW-Konzern. Ausufernde Bonuszahlungen will man künftig vermeiden.
Das Volkswagen Logo leuchtet auf dem VW-Tower vor dunklem Himmel. Foto: Ole Spata/dpa
Das Volkswagen Logo leuchtet auf dem VW-Tower vor dunklem Himmel. Foto: Ole Spata/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Hauptversammlung am 22.

Juli legt VW seinen Aktionären ein erweitertes Konzept für den Einschluss mehrerer Umwelt- und Sozialziele in die Berechnung der Vorstandsgehälter vor.

Das bestehende Grundmodell wird dazu um neue Faktoren ergänzt. Diese sollen künftig explizit abbilden, wie gut Top-Führungskräfte neben dem rein geschäftlichen Erfolg jeweils auch Kriterien zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz, gesellschaftlicher Vielfalt sowie Regeltreue und Qualität der Unternehmensführung erreicht haben. Bei der Entwicklung der neuen Gehaltsstrukturen orientierte sich VW auch an den Konzepten anderer grosser Unternehmen.

Die Bezüge der VW-Vorstände bestehen aus einem fixen Basisgehalt plus Nebenleistungen sowie zwei variablen Bestandteilen: einem am laufenden Jahr und einem an einer Spanne von mehreren zurückliegenden Geschäftsjahren ausgerichteten Bonus. Die Veränderungen betreffen vor allem die erste Prämienkategorie, den Jahresbonus. In ihn sollen nun auch etwa die Erreichung der CO2-Reduktionsziele, der Anteil von Frauen und internationalen Teams im Management sowie die Stimmung im Konzern einfliessen, hiess es in einer VW-Präsentation vor Investoren am Freitag. Der Zielwert beträgt 1,35 Millionen Euro für normale Vorstandsmitglieder sowie etwas mehr als 3 Millionen Euro für den Vorstandsvorsitz.

Nach der bisherigen Gehaltssystematik hatte VW-Konzernchef Herbert Diess für das vergangene Geschäftsjahr 2020 - ohne Berücksichtigung von Rentenansprüchen - rund 6,1 Millionen Euro verdient. Bei seinem Vorvorgänger Martin Winterkorn waren es teilweise noch mehr als 17 Millionen Euro gewesen, die dieser in seinen besten Jahren einstrich.

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