Discounter

    Bio weiterhin gefragt - im Discounter und Supermarkt

    DPA
    DPA

    Deutschland,

    Bio, aber nicht im Bio-Laden: Trotz der gestiegenen Lebensmittelpreise setzen viele Menschen auf ökologisch angebaute Nahrung. Naturkostläden profitieren trotzdem nicht.

    Immer mehr Menschen setzen bei ihrem Lebensmitteleinkauf auf Bio-Produkte.
    Immer mehr Menschen setzen bei ihrem Lebensmitteleinkauf auf Bio-Produkte. - Daniel Karmann/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die steigenden Preise haben den Appetit auf Bio-Lebensmittel nicht verdorben.

    «Die gute Nachricht ist: Bio bleibt stabil - und zwar stabiler als der Lebensmittelmarkt insgesamt», sagte Tina Andres vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW). «Insgesamt sind die Bio-Kunden treu geblieben.» Diese hätten jedoch ihr Einkaufsverhalten teilweise verlagert und würden verstärkt Bio-Produkte in Discountern und Supermärkten statt im Naturkostfachhandel kaufen.

    Im ersten Halbjahr 2022 gaben Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland nach BÖLW-Angaben 35 Prozent mehr für Bio aus als im ersten Halbjahr 2019. Der allergrösste Teil davon geht auf Steigerungen der Absatzmenge zurück, ein kleinerer Teil auf die Preisentwicklung, sagte Andres. Das zeige, dass es einen Bewusstseinswandel in der Corona-Zeit zu mehr Bio gegeben habe. Der Boom der Jahre 2020 und 2021 werde aktuell aber nicht erreicht.

    Biofach in Nürnberg

    Aktuelle Zahlen zum nationalen und internationalen Bio-Markt wollen BÖLW und Organics International am Dienstag bei der Eröffnung der weltweit grössten Naturkostmesse Biofach in Nürnberg vorstellen. Diese und die parallel veranstaltete Naturkosmetikmesse Vivaness wurden wegen der Corona-Pandemie von Februar auf Juli verschoben.

    Dort werden bis Freitag nach Angaben der Messe Nürnberg rund 2300 Ausstellende aus mehr als 90 Ländern ihre Neuheiten präsentieren. Schwerpunkte sind in diesem Jahr der Klimaschutz, die Reduktion von Verpackungen und alternative Verpackungskonzepte sowie vegane und vegetarische Produkte.

    Der Ukraine-Krieg habe geringere Auswirkungen auf die Bio-Branche als auf die konventionelle Lebensmittelwirtschaft, sagte Andres. Die Regale im Bioladen seien immer gefüllt gewesen. Was sich aber bemerkbar mache, seien die steigenden Energiepreise und Probleme bei den Lieferketten, die dazu führten, dass zum Beispiel Glasflaschen für Öl fehlten und Verpackungen von Lebensmitteln.

    Kommentare

    Weiterlesen

    putin
    649 Interaktionen
    Aufatmen?
    Wasserversorgung Goldingen-Meilen
    153 Interaktionen
    Seit 100 Jahren

    MEHR IN NEWS

    Annalena Bürki.
    Aarburg-Oftringen
    Philip Kohli.
    Philip Kohli
    Dr. Sarah Schläppi
    «Sarah hat Recht»

    MEHR DISCOUNTER

    3 Interaktionen
    Basel
    Action
    4 Interaktionen
    Düsseldorf
    Kik Discounter
    2 Interaktionen
    Deutscher Discounter
    Action
    18 Interaktionen
    Billig-Discounter

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    lufthansa
    Wegen Kabinen-Geruch
    28 Interaktionen
    München
    3 Interaktionen
    Zwingen BL
    16 Interaktionen
    Flensburg