Bill Clinton Ehrengast bei Feiern für «20 Jahre Freiheit» im Kosovo

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    Der frühere US-Bundespräsident Bill Clinton hat als Ehrengast im Kosovo gefeiert. Grund dafür sind «20 Jahre Freiheit».

    Bill Clinton
    Bill Clinton erhält vom Kosovo-Präsidenten Hashim Thaci den «Orden der Freiheit». - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bill Clinton hat im Kosovo «20 Jahre Freiheit» gefeiert.
    • Zudem wurde ihm der «Orden der Freiheit» überreicht.

    Mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton als Ehrengast hat Kosovo am Mittwoch «20 Jahre Freiheit» gefeiert. Grund ist der Nato-Militäreinsatz gegen Serbien aus dem Jahr 1999. «Ich liebe dieses Land», sagte Bill Clinton vor einer feiernden Menge in der Hauptstadt Pristina.

    «Es wird immer zu den grossen Ehren meines Lebens zählen, dass wir gegen die ethnischen Säuberungen und für Freiheit standen.» Kosovos Präsident Hashim Thaci hatte Bill Clinton am Vorabend den «Orden der Freiheit» überreicht.

    Zahlreiche Tote bei Konflikt mit Serbien

    Nach knapp 80-tägigen Nato-Angriffen auf Serbien hatte der serbische Machthaber Slobodan Milosevic am 10. Juni 1999 den Rückzug der serbischen Truppen aus dem Kosovo angeordnet. Am 12. Juni 1999 rückten die ersten KFOR-Einheiten in das Kosovo ein.

    2008 erklärte das Kosovo mit Unterstützung der USA und zahlreicher anderer westlicher Staaten einseitig seine Unabhängigkeit von Serbien. Die Schweiz anerkannte diesen Schritt als einer der ersten Staaten. Belgrad betrachtet das Kosovo dagegen nach wie vor als seine Provinz.

    Im Konflikt zwischen serbischen Einheiten und Aufständischen aus dem Kosovo wurden 1998/99 zahlreiche Menschen getötet. Darunter rund 11'000 Albaner aus dem Kosovo, 2000 Serben und einige hundert Roma. Bei den Nato-Angriffen wurden rund 500 Zivilisten getötet.

    «Schwacher Staat»

    Das Wirtschaftsleben im Kosovo ist auch zwei Jahrzehnte nach der Loslösung von Serbien von grossen Problemen und von Korruption geprägt. «Das Kosovo bleibt ein schwacher Staat mit wenig Gerechtigkeit und hoher Arbeitslosigkeit», bemängelte der linksnationalistische Oppositionspolitiker Albin Kurti.

    Der 67-jährige Adnan Shuki, der an den Feierlichkeiten in Pristina teilnahm, bezeichnete den 12. Juni 1999 als «glücklichsten Tag in der Geschichte der Kosovo-Albaner».

    Das Kosovo wurde inzwischen von 110 Ländern anerkannt, nicht jedoch von Russland und China. Daher blieb ihm die Mitgliedschaft in der Uno verwehrt. Die KFOR-Mission ist seit 1999 für Sicherheit und Stabilität im Kosovo verantwortlich.

    Zu ihr gehören auch Schweizer Kontingente. Grundlage des Einsatzes ist die Uno-Resolution 1244. Derzeit umfasst die KFOR rund 3500 Soldaten.

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