Berliner Senatorin: CSD-Täter gehörte salafistischer Gruppe an
Der islamistische Attentäter vom Christopher Street Day (CSD) in Berlin, Abdul B., gehörte nach Angaben der Regierung der deutschen Hauptstadt zeitweise einer salafistischen Gruppe an, die weitere Anhänger anwarb.

Das sagte die Innensenatorin – in etwa die Innenministerin des Bundeslandes Berlin -, Iris Spranger, im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, des Parlaments von Berlin. Seit 2021 sei bei ihm ein zunehmender Prozess der Radikalisierung festzustellen gewesen.
Dem Berliner Verfassungsschutz war Abdul B. demnach seit November 2021 bekannt. Seitdem habe er sich in der salafistischen Szene bewegt, sagte Spranger. Bei der Polizei fiel er seit 2019 mit Delikten wie Körperverletzungen, Betrug, Raub und Beleidigungen auf.
Spranger wies darauf hin, dass in Berlin 1.250 Menschen zur salafistischen Szene gehörten. Davon seien 350 gewaltorientiert. Insgesamt gebe es laut Verfassungsschutz 2.590 Islamisten in Berlin.
Die salafistische Szene habe sich in den vergangenen Jahren ins Private und in das Internet zurückgezogen, sei aber zuletzt wieder deutlich sichtbarer geworden, sagte die Senatorin. Auch seien in den vergangenen zwei Jahren wieder mehr Ausreisen in Kampfgebiete des IS geplant oder dafür geworben worden. «Es gibt weiterhin eine hohe Gefährdungslage im Bereich des islamistischen Terrorismus.»
Spranger versprach, das gesamte Thema des Terroranschlags werde aufgearbeitet, um eine vollständige Transparenz herzustellen. «Aber wir wissen alle, dass wir solche Ereignisse nicht mit absoluter Sicherheit verhindern können.»










