Deutscher Fernsehpreis 2026 mit politischen Botschaften
Der Deutsche Fernsehpreis 2026 wurde in Köln verliehen und war von politischen Botschaften mehrerer Preisträger geprägt.

Bei der Gala wurden die Auszeichnungen in insgesamt 29 Kategorien vergeben. Wie der «Deutschlandfunk» berichtet, erhielt die ZDF-Talkshow «Markus Lanz» den Preis in der Kategorie Beste Information.
Für Lanz war es bereits die zweite Auszeichnung in dieser Kategorie. Der Moderator nutzte seine Dankesrede für eine Botschaft an verunsicherte Menschen im Land.
Lanz sagte, er wolle deutlich machen, dass man nicht auswandere, sondern bleibe und sich nicht fürchten müsse. Laut der «Zeit» bezog sich sein Appell auch auf den Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.
Politische Appelle bei «Olivia» und 17 Preise für ARD und ZDF
Auch die Auszeichnung für den ZDF-Mehrteiler «Olivia» war mit einem gesellschaftspolitischen Appell verbunden. Hauptdarsteller Johannes Hegemann warb dem «Deutschlandfunk» zufolge für eine freie Gesellschaft sowie den Schutz von Minderheiten.
Hegemann sagte, queere Menschen würden wieder zum politischen Feindbild gemacht. Olivia Jones betonte laut «WDR» die Bedeutung queerer Rechte und forderte mehr Mut statt Wut.
ARD und ZDF erhielten zusammen 17 Preise, wie der «WDR» berichtet. Neun Auszeichnungen gingen an die ARD, während das ZDF acht Preise erhielt.
WDR, Stefan Raab und ZDF mit mehreren Auszeichnungen
Der WDR gewann drei Kategorien mit «Hundertdreizehn», «naked» und «Werwölfe – Das Spiel von List und Täuschung». «Hundertdreizehn» wurde dabei als Beste Drama-Serie ausgezeichnet.
Stefan Raab gewann laut der «Zeit» die Auszeichnung für die beste Unterhaltungssendung. Laura Wontorra erhielt den Preis für ihre Moderationsleistung bei «Deutschland sucht den Superstar».
Als Beste Dokumentation wurde «Joko & Klaas LIVE #dontlookaway» ausgezeichnet. Ein ZDF-Mehrteiler über den früheren Fussball-Nationalspieler Mesut Özil erhielt den Preis für die beste Doku-Serie.
Deutscher Fernsehpreis 2026: Hanczewski, Schilling und Kloeppel ausgezeichnet
Karin Hanczewski gewann für «Call My Agent Berlin» den Preis als Beste Schauspielerin. Tom Schilling wurde für seine Rolle in «Achtsam Morden» als Bester Schauspieler ausgezeichnet.
Die Comedyserie «Chabos» von ZDFneo erhielt den Preis als Beste Comedyserie. Die «heute-show extra: Next Stop Köster» wurde laut «WDR» als Beste Comedy/Late Night ausgezeichnet.

Der Ehrenpreis ging an den langjährigen RTL-Moderator und Journalisten Peter Kloeppel. Laut «WDR» würdigte die Jury damit seine prägende Rolle im deutschen Fernsehjournalismus.
Weitere Auszeichnungen für Journalismus und Unterhaltung
Kloeppel habe diesen Bereich über drei Jahrzehnte hinweg massgeblich geprägt. Weitere Auszeichnungen gingen unter anderem an «Terra Xplore».
Die WM-Berichterstattung von Magenta TV wurde ebenfalls ausgezeichnet. Auch der Welt-Chefreporter Ibrahim Naber erhielt einen Preis.
Der «WDR» nennt zudem Auszeichnungen für «Die Nichte des Polizisten», «Streit ums Stadtbild: Merz poltert» und «Roadtrip Australien». Zudem wurden weitere Leistungen aus verschiedenen Kategorien des Deutschen Fernsehpreises gewürdigt.












