Baerbock will in Türkei Klartext reden - Zuerst nach Athen

    DPA
    DPA

    Ukraine,

    Griechenland und die Türkei streiten um Erdgasvorkommen. Aussenministerin Baerbock will mit einem Doppelbesuch für Zusammenhalt werben - auch um Russlands Präsident Putin keinen Gefallen zu tun.

    Annalena Baerbock
    Annalena Baerbock will im Gaza-Krieg vermitteln. (Archivbild) - Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aussenministerin Annalena Baerbock bricht am Donnerstag zu einer dreitägigen Reise nach Griechenland und in die Türkei auf, die im Zeichen des Ukraine-Kriegs stehen wird.

    Der Doppelbesuch bei den beiden Nato-Partnern sei ihr gerade in diesen schwierigen Zeiten wichtig, in denen Russland versuche, das westliche Bündnis zu spalten, sagte die Grünen-Politikerin vor ihrer Abreise. «Nie kam es mehr auf den Zusammenhalt zwischen Nato-Verbündeten und europäischen Partnern an.»

    Zwischen Griechenland und der Türkei gibt es seit langem einen Konflikt um Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer. «Probleme müssen in Gesprächen gelöst werden, nicht durch die Eskalation von Spannungen», sagte Baerbock dazu.

    Baerbock: Klartext in der Türkei

    Die Aussenministerin machte klar, dass sie gerade in der Türkei Klartext reden will. Sie würdigte einerseits die Vermittlungsbemühungen Ankaras zwischen Russland und der Ukraine, die zu einem Abkommen über die Beendigung der Blockade von Getreideexporten aus der Ukraine geführt haben. Sie werde in der Türkei aber auch Themen ansprechen, «bei denen wir teils fundamentale Differenzen haben», betonte Baerbock. Dazu zählte sie das militärische Vorgehen der Türkei in Nordsyrien und Menschenrechtsfragen. «Auch hier müssen wir dafür sorgen, dass sich unsere Wege wieder aufeinander zubewegen.»

    Zunächst nach Griechenland

    Am Donnerstag reist Baerbock aber zunächst nach Athen. Dort wird sie mit dem Besuch der ehemaligen NS-Stadtkommandatur und der Holocaustgedenkstätte von Athen an die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht während des Zweiten Weltkriegs erinnern. Die griechische Regierung erhebt weiterhin Ansprüche auf Reparationen für erlittene Kriegsschäden, die von Deutschland aber zurückgewiesen werden. Ausserdem will Baerbock das Flüchtlingslager Schisto bei Athen und die europäische Grenzschutzagentur Frontex am Hafen von Piräus besuchen.

    Die politischen Gespräche mit Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und Aussenminister Nikos Dendias wird Baerbock am Freitag führen. Anschliessend trifft sie in Istanbul Aussenminister Mevlüt Cavusoglu, bevor sie in die Hauptstadt Ankara weiterreist. Dort stehen auch Gespräche mit Oppositionsvertretern auf ihrem Programm.

    «Die Türkei ist ein unverzichtbarer Partner und wie kaum ein anderes Land mit unserem verbunden. In Millionen Menschen schlägt ein Herz für unsere beiden Länder», sagte Baerbock. «Gerade deshalb ist es mir ein Anliegen, dass wir politisch nicht immer weiter auseinanderdriften.»

    Kommentare

    Weiterlesen

    Elisabeth Baume-Schneider Krankenkassen-Prämien
    1'167 Interaktionen
    Krankenkassen-Prämien
    Geister-Auto Kreuzlingen
    Gratis?

    MEHR IN NEWS

    trump
    2 Interaktionen
    Ljubljana
    prämien
    11 Interaktionen
    Bern
    bundeshaus
    4 Interaktionen
    Laut Bundesrat

    MEHR AUS UKRAINE

    Ukraine-Krieg
    17 Interaktionen
    Kiew
    28 Interaktionen
    Kiew
    zelensky
    76 Interaktionen
    Selenskyj