Über eine Million Menschen sterben jedes Jahr in der EU an Krebs. Experten zufolge ist etwa jede zehnte Krebserkrankung auf äussere Faktoren wie Luftverschmutzung oder Chemikalien zurückzuführen.
Rauch steigt aus einer Fabrik im Südosten Frankreichs.
Rauch steigt aus einer Fabrik im Südosten Frankreichs. - Philippe Desmazes/AFP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Rund jede zehnte Krebserkrankung in Europa lässt sich nach Ansicht von EU-Experten auf äussere Faktoren wie Schadstoffe zurückführen.

Luftverschmutzung, krebserregende Chemikalien, UV-Licht oder auch Passivrauchen sind zusammen für schätzungsweise 10 Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich, vermutlich gar für deutlich mehr, wie die EU-Umweltagentur EEA in einem Bericht schreibt. Rauchen, Alkoholkonsum oder auch die eigene Ernährung werden in diese Analyse nicht mit reingezählt.

Die gute Nachricht sei, dass alle umwelt- und berufsbedingten Krebsrisiken verringert werden könnten, indem die Verschmutzung der Umwelt bekämpft werde und Verhaltensweisen geändert würden, erklärte die in Kopenhagen ansässige Behörde. Dies würde in der Folge zu einem Rückgang der Krebserkrankungen und -todesfälle führen. «Umwelt- und berufsbedingte Krebsrisiken sind grundsätzlich vermeidbar, und ihre Verringerung ist der Schlüssel zur Verringerung der Krebslast in Europa», heisst es in dem Bericht.

Mit fast 2,7 Millionen Neudiagnosen und 1,3 Millionen Todesfällen pro Jahr ist die EU stärker vom Krebs betroffen als andere Weltregionen. Obwohl weniger als 10 Prozent der Erdbevölkerung in Europa leben, gibt es hier nach EEA-Angaben fast 23 Prozent der Neuerkrankungen und 20 Prozent der Todesfälle.

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