Aufsichtsbehörde stellt Mängel bei Nachrichtendienst fest

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Die Aufsichtsbehörde über die Nachrichtendienste (AB-ND) hat Mängel bei der Datenbearbeitung ins Zentrum ihres am Freitag veröffentlichten Tätigkeitsberichts gestellt. Trotz schrittweiser Verbesserungen gebe es weiterhin Defizite.

    prisca
    «Es braucht weiterhin Geduld», sagte Prisca Fischer, Leiterin der AB-ND, in Bern vor den Medien. - keystone

    Die unabhängige Aufsichtsbehörde AB-ND stellte demnach zudem gewisse Risiken für die Führung und die Prozesse im Zusammenhang mit der Transformation des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) fest, wie es im Bericht heisst. «Es braucht weiterhin Geduld», sagte Prisca Fischer, Leiterin der AB-ND, in Bern vor den Medien.

    Erst im Februar hatte der neue NDB-Chef Serge Bavaud betont, es brauche mittelfristig mehr Mittel – finanziell, personell und technologisch. Und am 13. März warnte die Aufsichtsbehörde, die Unzufriedenheit der NDB-Mitarbeitenden wegen der Umstrukturierung könnte von ausländischen Nachrichtendiensten instrumentalisiert werden.

    Der neue NDB-Chef zeige ein positives Verantwortungsbewusstsein, sagte Fischer. Sie hoffe, dass unter seiner Leitung weitere Fortschritte erzielt werden könnten.

    Insgesamt schloss die Behörde sechzehn Prüfungen ab, viel mehr als im Vorjahr, wie Fischer sagte. Die Behörde untersuchte unter anderem die Abwehr von gewalttätigem Linksextremismus, die Prävention interner Spionage sowie den Einsatz virtueller Agenten.

    Ein Schwerpunkt der Aufsicht lag im Jahr 2025 auf der Datenbearbeitung. Die AB-ND stellte in diesem Bereich zwar Verbesserungen fest, aber auch anhaltende Mängel. Diese betrafen insbesondere die Dokumentation, die technische Konformität und das Management von Zugriffen auf Systeme.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6186 (nicht angemeldet)

    Alles wovor die bösen Rechten und Sarrazin warnten sind heute Tatsachen.

    User #6354 (nicht angemeldet)

    Es ist wichtig, dass Täter bestmöglich geschützt werden! Es könnte das Wahlverhalten der Bürger beeinflussen!

    Weiterlesen

    Ärzte ohne Grenzen
    241 Interaktionen
    Ding Dong
    Mauschelei-Vorwürfe an Zürcher Gebäudeversicherung
    30 Interaktionen
    Amtsmissbrauch?

    MEHR AUS STADT BERN

    unihockey
    Emmental
    Thierry Schild
    Bis Ende Saison
    Bern
    2 Interaktionen
    Bern
    BKW
    3 Interaktionen
    Sieben Anlagen