Auf Grossbritanniens Strassen droht Winter-Chaos

    Anna Baumert
    Anna Baumert

    Grossbritannien,

    Ob im Winter genügend Salz auf den britischen Strassen landet, steht in den Sternen. Beim Winterdienst fehlt es nämlich an Chauffeuren.

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    In Grossbritannien fehlen Chauffeure – auch beim Winterdienst. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Grossbritannien fehlt es an Lastwagen-Chauffeuren.
    • Dies könnte auch den Winterdienst betreffen.
    • Ohne Salz dürfte es auf den britischen Strassen im Winter rutschig werden.

    Zuletzt gingen Bilder von langen Autokolonnen vor britischen Tankstellen um die Welt. Aufgrund des Mangels an Lastwagen-Chauffeuren gibt es vielerorts kein Benzin – und in einigen Supermarktregalen herrscht gähnende Leere.

    Doch die Lage droht sich noch weiter zu verschärfen, wenn die Temperaturen sinken. Denn: Einige Gemeinden befürchten, nicht genügend Fahrer für den Winterdienst einstellen zu können.

    Auf britischen Strassen droht Rutschgefahr

    «Wir stehen vor einem perfekten Sturm aus leeren Regalen, trockenen Tankstellen und nicht erbrachten Dienstleistungen. Weil die Konservativen es versäumt haben, das Ausmass dieser Krise zu planen oder auch nur anzuerkennen.» Dies sagt Jim McMahon von der Labour-Partei gegenüber der britischen Zeitung «The Sun».

    Schnee Schweiz wetter
    Ein Auto fährt am frühen Morgen über eine schneebedeckte Strasse. (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

    Auf den britischen Strassen dürfte es im Winter also rutschig werden, sollten nicht genügend Fahrer für die Streufahrzeuge gefunden werden. Es droht ein ähnliches Szenario wie bei der Müllabfuhr: Im September konnte in 18 Gemeinden der Müll nicht abgeholt werden, weil es zu wenig Fahrer hatte.

    «Die meisten Gemeinden konnten zwar den Betrieb aufrechterhalten. Aber einige werden feststellen, dass ihre Streudienste genauso betroffen sind wie die Müllabfuhr», sagt David Renard. Er ist Verkehrssprecher der Local Government Association (LGA).

    Schulungen geplant – aber langwieriger Prozess

    Die Stadtverwaltungen hätten zwar Interesse daran, mithilfe der Regierung und Partnern mehr entsprechende Schulungen anzubieten. Gegenüber der Zeitung erklärt Renard: Dies sei jedoch «ein langwieriger Prozess und mindert nicht den kurzfristigen Druck auf die Dienste an vorderster Front.»

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    Mitarbeiter des Winterdienstes transportieren Säcke mit Salz. (Symbolbild) - Keystone

    Zudem befürchtet er eine weitere Zuspitzung der Situation: «Die rasante Aufblähung der Gehälter für Lkw-Fahrer im privaten Sektor birgt die Gefahr, dass sich die Probleme im öffentlichen Sektor verschärfen.» Die Kommunen könnten nämlich Schwierigkeiten damit haben, den Gehaltserhöhungen nachzukommen.

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