Bauen wird in Deutschland immer treuer. Wegen des Materialmangels erhöhen die Baustoffhersteller ihre Preise - und diese werden grösstenteils an die Bauherren weitergegeben.
Auf rund einem Drittel der Hochbaustellen fehlt derzeit Material. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Auf rund einem Drittel der Hochbaustellen fehlt derzeit Material. Foto: Julian Stratenschulte/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Deutschlands Baustellen herrscht weiter grosser Materialmangel, auch wenn sich die Lage nach Einschätzung des Münchner Ifo-Instituts etwas gebessert hat.

Im Hochbau klagten im Dezember 31,3 Prozent der Baufirmen über Lieferprobleme, wie das Institut am Freitag mitteilte.

Das waren etwas weniger als im November (34,5 Prozent), aber im langfristigen Vergleich immer noch sehr viele. Im Tiefbau ist die Lage etwas besser: 23,1 Prozent der Unternehmen berichteten über Nachschubmangel, nach 28,7 Prozent im November.

Lage bleibt angespannt

«Trotz der aktuellen Verbesserungen bleibt die Lage angespannt. Die Werte sind im langfristigen Vergleich immer noch aussergewöhnlich hoch», sagte Ifo-Fachreferent Felix Leiss.

Folge des Materialmangels werden laut Ifo voraussichtlich weiter steigende Baupreise sein. Demnach haben die Baustoffhersteller ihre Preise erhöht. Viele Baufirmen planen demnach, die gestiegenen Kosten an die Bauherren weiterzugeben. Die Unternehmensumfrage in der Baubranche ist Teil der monatlichen Konjunkturbefragungen des Ifo-Instituts.