Niederländische Mediziner warnen vor dem «Code Schwarz», sollten die Infektionszahlen im Land nicht schnell zurückgehen.
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König Willem Alexander beim besuch eines Spitals in Dirksland, Niederlande. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In den Niederlanden sind die Spitäler laut Medizinern überfüllt mit Covid-Patienten.
  • Sie warnen vor dem «Code Schwarz».
  • Bei diesem muss eine Triage-Kommission entscheiden, welchen Patienten noch geholfen wird.

Niederländische Mediziner befürchten den Notzustand in Krankenhäusern. Wenn die Infektionszahlen nicht schnell zurückgingen, dann drohe in der nächsten Woche «Code Schwarz», sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Intensivmediziner, Diederik Gommers, am Freitag im Radio.

Bei «Code Schwarz» muss eine Triage-Kommission in Krankenhäusern entscheiden, welchen Patienten noch geholfen wird. Mehrere Krankenhäuser im Land seien so überfüllt mit Covid-Patienten, dass die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht sei, sagte Gommers.

Schon jetzt werden nach Angaben der Krankenhäuser viele Operationen abgesagt, darunter auch Krebs- und Herz-Eingriffe. Den Notzustand in Krankenhäusern hatte es während der Corona-Epidemie noch nicht gegeben.

Regierung hält weiter an Lockerung fest

Dennoch hält die Regierung weiter an der Lockerung der Corona-Massnahmen fest. Ab Mittwoch sollen die Ausgangssperre aufgehoben werden und Terrassen von Gaststätten sowie Geschäfte unter Auflagen wieder öffnen dürfen. Ministerpräsident Mark Rutte sprach von einem «akzeptablen Risiko.» Durch die zunehmende Zahl der Impfungen werde Anfang Mai ein Rückgang der Infektionen erwartet.

In den Niederlanden kommen derzeit auf 100'000 Einwohner rund 280 Corona-Infektionen in einer Woche. In der Schweiz liegt diese Sieben-Tage-Inzidenz zum Vergleich bei etwa 164.

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