Haft

    Anklage fordert in Cum-Ex-Prozess neun Jahre Haft für Hanno Berger

    Keystone-SDA
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    Deutschland,

    Im Strafprozess gegen den Architekten der Cum-Ex-Aktiendeals, Hanno Berger, hat die Anklage eine Freiheitsstrafe von neun Jahren gefordert. Der Angeklagte habe Geschäfte initiiert und sie anderen Beteiligten «beigebracht», sagte Staatsanwalt Jan Schletz am Dienstag vor dem Bonner Landgericht. Das mögliche Höchstmass für die Tatvorwürfe liegt bei 15 Jahren.

    Hanno Berger
    Hanno Berger steht vor Gericht. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • In den drei Fällen der besonders schweren Steuerhinterziehung, bei denen Berger den Ermittlungen zufolge mitwirkte, sei ein Steuerschaden von 166,6 Millionen Euro entstanden.

    Schletz forderte die Einziehung von 27,4 Millionen Euro, die Berger und ein Ex-Kollege zahlen sollen. Nach dem Plädoyer der Anklage wurde am Dienstag die Erwiderung der Verteidigung erwartet. Ein Urteil soll in der kommenden Woche gefällt werden.

    Bei den Deals, deren Hochzeit von 2006 bis 2011 war, werden Aktien mit («cum») und ohne («ex») Ausschüttungsanspruch rund um den Dividendenstichtag hin und her verschoben. Das Verwirrspiel diente dazu, sich vom Fiskus Steuern erstatten zu lassen, die nicht gezahlt wurden. Dem Staat entstanden dadurch Einbussen im zweistelligen Milliardenbereich.

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