Angeklagter im «Charlie-Hebdo»-Prozess fordert Freilassung

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Frankreich,

    Im «Charlie-Hebdo»-Prozess fordert ein Angeklagter seine Freilassung. Ihm wird Beihilfe vorgeworfen. Es könnte zu einer lebenslangen Haftstrafe kommen.

    Polizisten stehen Wache vor dem Gerichtssaal in dem der Prozess gegen den mutmasslichen Helfer der Anschläge auf die Redaktion «Charlie Hebdo» stattfindet. Der Prozess sollte bereits am 4. Mai beginnen und wurde wegen des Coronavirus auf die Zeitspanne vom 2. September bis 10. November verschoben. Foto: Francois Mori/AP/dpa
    Polizisten stehen Wache vor dem Gerichtssaal in dem der Prozess gegen den mutmasslichen Helfer der Anschläge auf die Redaktion «Charlie Hebdo» stattfindet. Der Prozess sollte bereits am 4. Mai beginnen und wurde wegen des Coronavirus auf die Zeitspanne vom 2. September bis 10. November verschoben. Foto: Francois Mori/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Francois Mori

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der «Charlie-Hebdo»-Prozess läuft bis November weiter.
    • Ein Angeklagter beteuert seine Unschuld.
    • Dem 35-Jährigen wird Beihilfe vorgeworfen.

    Im Prozess um den blutigen islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin «Charlie Hebdo» hat ein 35-jähriger Angeklagter seine Freilassung gefordert.

    «Ich verstehe immer noch nicht, was ich in der Angeklagtenbox soll», sagte Ali Riza Polat am Montag im Pariser Verhandlungssaal. Dies berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Dem Mann, der seine Unschuld beteuerte, wird Beihilfe vorgeworfen – ihm droht eine lebenslange Haftstrafe.

    Im Prozess um die Terrorserie vom Januar 2015 sind 14 Menschen angeklagt – drei von ihnen sind flüchtig. Vor einem besonders zusammengesetzten Gericht für Terrorfälle wird nicht nur der Anschlag auf die Redaktion von «Charlie Hebdo» verhandelt. Es wird auch die Terrorattacke auf einen koscheren Supermarkt in Paris behandelt. Die drei Täter wurden damals von Sicherheitskräften erschossen.

    Prozess läuft bis Mitte November

    Ali Riza Polat soll Amédy Coulibaly nahegestanden haben, der am Tag nach dem Anschlag auf das Satiremagazin eine Polizistin erschoss. Und am Tag darauf vier Geiseln in dem koscheren Supermarkt tötete. Den Angeklagten wird vorgeworfen, in unterschiedlicher Weise bei der Vorbereitung der Anschläge geholfen sowie einer terroristischen Vereinigung angehört zu haben. In den meisten Fällen drohen hohe Haftstrafen von bis zu 20 Jahren.

    Beschuldigte sollen beispielsweise Waffen besorgt oder eine Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. Der Prozess läuft noch bis Mitte November.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    anschlag auf charlie hebdo
    3 Interaktionen
    Nach Anschlag
    Charlie Hebdo
    5 Interaktionen
    In Paris

    MEHR IN NEWS

    Geschäft
    2 Interaktionen
    Ein Drittel mehr
    auto
    17 Interaktionen
    Nachfrage steigt
    Christa Pike (50)
    Hinrichtungs-Panne

    MEHR AUS FRANKREICH

    NL
    1 Interaktionen
    Olise-Traumtor
    1 Interaktionen
    Paris
    fedpol
    7 Interaktionen
    Strassburg
    9 Interaktionen
    Paris