Kosovo-Konflikt

    Albin Kurti mit Regierungsbildung im Kosovo beauftragt

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Planet Erde,

    Die Partei von Albin Kurti hat im neuen Parlament des Kosovo 58 von 120 Mandaten. Der linke Reformpolitiker wurde nun mit der Regierungsbildung beauftragt.

    Albin Kurti Kosovo
    Der linke Reformpolitiker Albin Kurti. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Kosovo wurde am 14. Februar ein neues Parlament gewählt.
    • Albin Kurti wurde nun vom Staatspräsidenten mit der Regierungsbildung beauftragt.
    • Seine Partei erhielt zusammen mit Vertretern von ethnischen Listen eine absolute Mehrheit.

    Im Kosovo ist der linke Reformpolitiker Albin Kurti mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Das Mandat erteilte der amtierende Staatspräsident Glauk Konjucfa, wie die Präsidialkanzlei in Pristina am Montag mitteilte.

    Wenige Stunden zuvor hatte sich das neue Parlament konstituiert, das aus den Wahlen am 14. Februar hervorgegangen war. Kurtis Partei Vetevendosje (Selbstbestimmung) hat darin 58 der 120 Mandate. Zusammen mit Vertretern von ethnischen Listen hat Vetevendosje eine absolute Mehrheit.

    Konjucfa zum Parlamentspräsidenten gewählt

    Deshalb wird mit einer zügigen Regierungsbildung gerechnet. Kurti war bereits von Februar bis Juni 2020 Regierungschef. Seine Amtszeit endete, nachdem der damalige konservative Partner LDK die Koalition aufgekündigt und sich mit anderen Parteien zusammengetan hatte.

    Kurti hatte sich als Bürgerrechtler unter der serbischen Herrschaft einen Namen gemacht. Die von ihm gegründete Vetevendosje war mit spektakulären Aktionen gegen die UN-Verwaltung Unmik (1999-2008) zu Felde gezogen.

    Kosovo
    Die Flagge von Kosovo. - AFP

    Konjucfa, der gleichfalls Kurtis Partei angehört, wurde am Montag mit 69 Stimmen und 33 Gegenstimmen zum Parlamentspräsidenten gewählt. Damit übernahm er zugleich interimistisch das Amt des Staatspräsidenten. Das höchste Staatsamt ist eigentlich vakant, nachdem Amtsinhaber Hashim Thaci wegen einer Anklage des Kosovo-Sondertribunals im vergangenen November zurückgetreten war.

    Ehemaliger Staatspräsident vor Gericht

    Thaci muss sich vor dem Gericht in Den Haag wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen im Unabhängigkeitskrieg der Kosovo-Albaner gegen Serbien (1998-1999) verantworten. Sein Amt hatte interimistisch die damalige Parlamentspräsidentin Vjosa Osmani übernommen. Sie soll vom neuen Parlament zur nächsten regulären Staatspräsidentin gewählt werden.

    Kommentare

    Weiterlesen

    136 Interaktionen
    Spanien fällt raus
    2 Interaktionen
    Pristina
    Parlamentswahl Kosovo
    1 Interaktionen
    Pristina

    MEHR IN NEWS

    studien
    6 Interaktionen
    Krebspatienten leiden
    Macklemore
    5 Interaktionen
    Los Angeles
    3 Interaktionen
    New York/Khartum

    MEHR KOSOVO-KONFLIKT

    Parlament
    19 Interaktionen
    Schweiz und Kosovo
    Kosovo 2001
    10 Interaktionen
    Vor Schweiz – Kosovo
    Serbien
    63 Interaktionen
    Keine Einigung
    Schweizer Nati
    19 Interaktionen
    Schweizer Nati

    MEHR AUS PLANET ERDE

    Aden
    Police
    Kontrolle verloren
    1 Interaktionen
    Aden
    genf lausanne
    1 Interaktionen
    Renens VD