Alarm in der Toskana wegen massiven Fischsterbens

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Italien,

    Fischsterben in der Toskana sorgt für Alarmstimmung bei Fischern und Touristikern.

    dpatopbilder - Über 190 Tonnen toter Fische wurden bisher aus der Oder geborgen. Forscher des .Leibniz-Instituts für Gewässerökologie vermuten Algengift hinter dem massiven Fischsterben. Foto: Patrick Pleul/dpa
    Italienische Medien berichteten, dass in drei Tagen insgesamt 200 Tonnen Aale und andere Fische verendet sind. (Symbolbild) - sda - Keystone/dpa/Patrick Pleul

    In der Toskana herrscht Alarmstimmung bei Fischern und Touristikern wegen eines Fischsterbens im Mittelmeer. Tausende von Fischkadavern treiben seit Tagen in der Lagune der Ortschaft Orbetello im Herzen der toskanischen Bade-Halbinsel Monte Argentario. Insgesamt 200 Tonnen Aale und andere Fische seien in drei Tagen verendet, berichteten italienische Medien. Ungewöhnlich viele Fische kamen demnach an die Oberfläche und starben nach stundenlanger Qual.

    Die Fischer klagten über Schäden in Millionenhöhe. Für das Fischsterben wurde die hohe Wassertemperatur in der Lagune verantwortlich gemacht, die in den vergangenen Tagen ein Rekordhoch von 35 Grad erreichte. Das seien zurzeit die höchsten Temperaturen im gesamten Mittelmeerraum, hiess es.

    Blaukrabbe – Opfer oder Übeltäter?

    Ein mangelnder Wasseraustausch in einem beinahe geschlossenen System und das Wachstum von Algen liessen den Sauerstoffgehalt gegen null sinken. Fischer versuchten, kühles Wasser in die Lagune zu pumpen. Doch die Massnahme genügte nicht, um das Fischsterben zu stoppen.

    Dem Fischsterben fielen auch Blaukrabben zum Opfer. Diese werden immer mehr zum Schreck der Fischer, weil sie Venusmuscheln und andere kleinere Fische verzehrten. Tonnen von Fischkadavern mussten in Orbetello entsorgt werden.

    Hilferuf an Rom

    Die Sorge ist, dass die verwesten Kadaver zu einem hygienischen Notstand am Höhepunkt der Tourismussaison führen könnten. Der Bürgermeister von Orbetello forderte Massnahmen zur Unterstützung der betroffenen Fischer. Die Touristiker bangten um die August-Wochen.

    Restaurant- und Bar-Besitzer beklagten bereits schwere Verluste, da die Kunden es wegen des Gestanks vermeiden, in den Lokalen nahe am Meer zu speisen. Die Behörden baten die Regierung in Rom um Hilfe. Der Präsident der Region Toskana, Enrico Giani, wollte den Notstand ausrufen: Damit sollen Massnahmen zur Unterstützung der betroffenen Fischer getroffen werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Wallis
    Fischsterben

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    159 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Hotel Central Interlaken
    Nahost-Konflikt
    2 Interaktionen
    Berlin

    MEHR AUS ITALIEN

    Campingfeuer Bella Italia
    12 Interaktionen
    «Fire!»
    3 Interaktionen
    Verona
    Rallye-WM
    1 Interaktionen
    Final auf Sardinien
    Gardasee Camping
    Schweizer mittendrin