Raumstation ISS

    Rauch löst Alarm auf Internationaler Raumstation ISS aus

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    Russland,

    Es riecht nach verbranntem Plastik, ein Rauchmelder aktiviert sein Signal: 400 Kilometer über der Erde hat es an Bord der ISS in der Nacht Alarm gegeben.

    Die Internationale Raumstation ISS mit der Erde im Hintergrund. Foto: NASA/dpa
    Die Internationale Raumstation ISS mit der Erde im Hintergrund. Foto: NASA/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rauch hat in einem russischen Segment auf der Internationalen Raumstation ISS ein Alarmsignal ausgelöst.

    Während des automatischen Aufladens von Batterien sei in der Nacht zum Donnerstag um 03.55 MESZ im Modul «Swesda» («Stern») ein Rauchmelder angegangen, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.

    In einem Livestream der US-Raumfahrtbehörde Nasa war ausserdem zu hören, wie Kosmonaut Oleg Nowizki den Geruch von verbranntem Plastik schilderte. Der Geruch zog demnach bis in den amerikanischen Teil der ISS, die rund 400 Kilometer über der Erde fliegt.

    Unklar war zunächst, woher Rauch und Geruch kamen. Um eine mögliche Rauchbelastung zu verhindern, wurde Roskosmos zufolge ein Filter zur Reinigung der Luft eingeschaltet. Später erklärte Kosmonaut Nowizki, eine Luftmessung habe keine Verunreinigung angezeigt. Alle Systeme funktionierten normal, die Besatzung konnte weiter ihrem Alltag nachgehen, versicherte Roskosmos.

    Wie geplant traten die Kosmonauten Oleg Nowizki und Pjotr Dubrow einen Weltraumspaziergang an, wie das Raumfahrtunternehmen im Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Dabei ging es um Arbeiten am neuen russischen Forschungsmodul «Nauka» (Wissenschaft).

    «Dass auf der russischen Seite mal ein Rauchmelder losgeht, das ist nichts Neues», sagte der deutsche Raumfahrer Matthias Maurer, der Ende Oktober zur ISS fliegt, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Köln. Im Unterschied zur amerikanischen Seite der ISS funktioniere das System auf der russischen Seite etwas anders. «Dort kommt öfters mal Staub in die Optik, das sind optische Sensoren, und die erzeugen dann erst einmal einen Rauchalarm. Das ist noch kein Feueralarm.»

    Die ISS-Besatzung sei für Extremsituationen wie Feuer, einen Druckverlust durch ein Leck oder Gift in der Atemluft natürlich ausgebildet, sagte Maurer.

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