85 Prozent der Unternehmen gegen neue Brexit-Zugeständnisse

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    Belgien,

    Trotz der Zitterpartie um den Brexit lehnen deutsche Unternehmen mehrheitlich weitere Zugeständnisse an Grossbritannien ab.

    Das britische Unterhaus hatte sich bereits zwei Mal gegen den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag entschieden. Es wird erwartet, dass die britische Premierministerin Theresa May eine Verschiebung des Brexits um drei Monate beantragt. Foto: Kirsty O'connor
    Das britische Unterhaus hatte sich bereits zwei Mal gegen den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag entschieden. Es wird erwartet, dass die britische Premierministerin Theresa May eine Verschiebung des Brexits um drei Monate beantragt. Foto: Kirsty O'connor - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Auch gut eine Woche vor dem anvisierten Brexit-Datum 29.

    In einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags sagten 85 Prozent der befragten knapp 1800 Firmen, der Zusammenhalt der Europäischen Union und der Binnenmarkt dürften beim Austritt der Briten keinen Schaden nehmen. «Die EU muss weiterhin klare Kante zeigen», kommentierte DIHK-Präsident Eric Schweitzer die Umfrageergebnisse.

    Auch gut eine Woche vor dem anvisierten Brexit-Datum 29. März ist immer noch unklar, ob, wann und wie Grossbritannien die EU verlässt. Die Auswirkungen seien dennoch bereits spürbar, erklärte Schweitzer. Laut DIHK erwarten 70 Prozent der Betriebe für 2019 eine Verschlechterung der deutsch-britischen Geschäfte, drei Mal so viel wie im Vorjahr.

    Seit mehr als zwei Jahren hingen Wolken über deutschen Unternehmen. «Jetzt fängt es an zu regnen», meinte Schweitzer. Die Aussicht auf Verschiebung des Brexits mache nichts klarer. Ohne Austrittsvertrag fehle den Unternehmen die Perspektive.

    Das britische Unterhaus hatte sich bereits zwei Mal gegen den mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag entschieden. Es wird erwartet, dass die britische Premierministerin Theresa May eine Verschiebung des Brexits um drei Monate beantragt.

    Verlasse Grossbritannien die EU werde sich der Negativtrend für die Wirtschaft fortsetzen, erklärte der DIHK weiter. Der Binnenmarkt werde von 513 Millionen Einwohnern auf nur noch 446 Millionen schrumpfen, das Bruttoinlandsprodukt der EU von 15,4 auf 13 Billionen Euro.

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