Die Warnemünder Woche war in den vergangenen Jahren stets eine Veranstaltung, bei der sowohl Fans des Segelns als auch Feierwütige auf ihre Kosten kamen. In diesem Jahr müsse alle Verzicht üben.
So viel Gedränge soll es bei der Warnemünder Woche diesmal nicht geben. Für die Bummelmeile auf der Promenade ist die Zahl der Buden und Stände verkleinert worden, so dass grössere Abstände eingehalten werden können. Foto: Ove Arscholl/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv
So viel Gedränge soll es bei der Warnemünder Woche diesmal nicht geben. Für die Bummelmeile auf der Promenade ist die Zahl der Buden und Stände verkleinert worden, so dass grössere Abstände eingehalten werden können. Foto: Ove Arscholl/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem deutlich reduzierten Programm beginnt am kommenden Samstag (3.

Juli) die 83. Warnemünder Woche. Es handele sich aber eher um ein «Sommerfestchen» als um ein Sommerfest, sagte Ingeborg Regenthal vom Warnemünder Verein.

Der Verein organisiert das Landprogramm. «Wir müssen leider auf viele Dinge verzichten, die normalerweise fest zur gehören.» Dazu zählten der traditionelle Eröffnungsumzug «Niege Ümgang», der Trachtenumzug oder auch das gemeinsame Shantysingen. Das hätte unter Pandemiebedingungen nicht organisiert werden können.

Die täglichen Konzerte sowie das gesamte weitere Kulturprogramm - alles überwiegend maritim - werden in den Kurhausgarten verlegt. Dort seien alle Vorkehrungen getroffen, um die Hygienemassnahmen einhalten zu können. Bis einschliesslich Sonntag dürften 600 Besucher in den Kurhausgarten, anschliessend lasse die Verordnung 800 Gäste zu.

Bummelmeile verkleinert

Für die Bummelmeile auf der Promenade sei die Zahl der Buden und Stände verkleinert worden, so dass das Einhalten grössere Abstände möglich sei. «Jeder Standbetreiber hat die Auflage, die Gäste auf das Einhalten der Abstände aufmerksam zu machen», sagte Regenthal. Es würden grosse Schilder aufgebaut. Sie hoffe auf das Verständnis und die Mitwirkung der Besucher.

Wie Sportdirektor Peter Ramcke sagte, werden wieder Europa- und Deutsche Segelmeisterschaften ausgetragen - beispielsweise die Contender- und die First-18-Europameisterschaft. Dazu gebe es die Deutschen Meisterschaften der J/70, der Piraten, der 505er und der Offshore Doublehand Seesegler als Teil der Regatta Rund Bornholm. Insgesamt rechne er mit rund 500 Booten der verschiedenen Klassen.

Wichtiger touristischer Faktor

«Die Menschen nehmen uns wahr», sagte Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) zur Bedeutung der Warnemünder Woche. Neben der Aufmerksamkeit sei die Veranstaltung ein wichtiger touristischer Faktor mit konkreten Umsätzen für die Stadt. Sie zeige den Menschen, dass es einen Weg zurück in die Normalität gebe.

Rostocks Tourismuschef Matthias Fromm betonte, dass trotz der Ausfälle einiger traditioneller Veranstaltungen viel Kultur geboten werde. «Das ist für viele Gäste auch ein Buchungsanreiz.» Nach Wochen und Monaten des Verzichts freuten sich die Menschen auf Begegnungen. Neben den Gästen seien mehr als 800 internationale Sportler aus 18 Nationen in Warnemünde.