Protest

70. ESC: Protest in Wien gegen israelischen Auftritt geplant

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Österreich,

Zum Auftritt des israelischen Teilnehmers Noam Bettan im Halbfinale des Eurovision Song Contests am Dienstag sind Protestaktionen für den Ausschluss des Landes vom ESC geplant. Am Nachmittag werden unter dem Motto «Keine Musik für Hinrichtungen. Kein Glitzer über dem Blutvergiessen» symbolisch Särge aufgestellt.

noam
Noam Bettan tritt für Israel am ESC an. - keystone

Die Särge werden von Aktivistinnen und Aktivisten der «Plattform Palästina Solidarität Österreich» ab 16.30 Uhr abgelegt. Die Gruppe kritisiert, dass «Israel trotz seiner Verbrechen die Möglichkeit erhält, sich diese Woche in Wien als demokratische und friedliche Regenbogennation feiern zu lassen».

Am Freitagnachmittag (15. Mai) ist der «Song Protest» geplant. Angemeldet ist die Veranstaltung für 1000 Personen. Dieser Tag ist auch der Nakba-Gedenktag, der eine zentrale Rolle beim «Song Protest» einnehmen wird. Dabei wird an die Flucht und Vertreibung von etwa 700'000 bis 750'000 Palästinenserinnen und Palästinensern während der Gründung des Staates Israel und des ersten Arabisch-Israelischen Krieges 1948 erinnert.

«Mit lauten Stimmen bringen wir eine Alternative auf die Bühne», hiess es seitens der Organisatoren. Unter diesen Stimmen ist auch der Musiker Dinis Mota, der als portugiesischer Beitrag gehandelt wurde, aber bereits im Vorfeld angab, wegen der Teilnahme Israels nicht beim ESC antreten zu wollen. Unterstützt wird die Veranstaltung unter anderem von Roger Waters von Pink Floyd und Michael Barenboim, dem Konzertmeister des West-Eastern Divan Orchestra.

Die Demonstration ist weiterhin für 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Erwartet werden neben Personen aus Österreich auch Aktivistinnen und Aktivisten aus dem nahen Ausland. Konkrete Anfragen gab es bisher etwa aus Slowenien und der Slowakei.

Kommentare

User #2036 (nicht angemeldet)

Israel bringt jedes Jahr einen schönen Beitrag und wäre von der Mehrheit der Zuschauer sogar auf dem 1. PLATZ gelandet.

User #4960 (nicht angemeldet)

Keine Plattform für Kriegsverbrecherstaaten. So einfach.

Weiterlesen

auftrag
143 Interaktionen
Schnelles Geld
Dänemark Ukraine Christian Eriksen
11 Interaktionen
Herzinfarkt?

MEHR IN NEWS

München
Donald Trump
6 Interaktionen
Chippewa Falls

MEHR PROTEST

UNHCR
11 Interaktionen
Tripolis
Brenner Demo
4 Interaktionen
Nach Protest
brenner
Protest und Sperre:

MEHR AUS ÖSTERREICH

Salzburg
EU führt Lohntransparenzpflicht ein
7 Interaktionen
Wien
Elfie Semotan
84-jährig
Polizei
Österreich