Angesichts der 2G-Kontrollen im Kampf gegen das Coronavirus stösst der Handel mancherorts an seine Grenzen. Auch aggressive Kunden sind ein Problem.
Ein Security-Mitarbeiter kontrolliert vor einem Geschäft in Hamburg den Impfstatus einer Kundin. Foto: Georg Wendt/dpa
Ein Security-Mitarbeiter kontrolliert vor einem Geschäft in Hamburg den Impfstatus einer Kundin. Foto: Georg Wendt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor dem letzten grossen Verkaufswochenende vor Weihnachten hat der Handel die Kundinnen und Kunden um Respekt im Umgang mit den Beschäftigten gebeten, die die 2G-Regelung überprüfen.

«Die Kundinnen und Kunden sollten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Einzelhandels, die die 2G-Prüfungen durchführen, mit dem nötigen Respekt begegnen und Beleidigungen unterlassen», sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil Schuhe Lederwaren (BTE), Rolf Pangels, der Deutschen Presse-Agentur.

Manche Kunden aggressiv

«Wir hoffen, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher mit den 2G-Prüfungen im Einzelhandel zwischenzeitlich vertraut gemacht haben und diese nicht als Hindernis ansehen, in den Innenstädten ihre Modeeinkäufe zu tätigen», sagte Pangels. Der Branchenkenner geht aber davon aus, das die Umsätze auch an diesem Wochenende auf jeden Fall unter denen im Vorkrisenwinter 2019 liegen werden.

Bereits vor einer Woche hatte der BTE über die Aggressivität mancher Kunden bei den 2G-Kontrollen geklagt. Der Vizepräsident des BTE und Globetrotter-Geschäftsführer Andreas Bartmann berichtete, das die Beschäftigen des Handels bei den 2G-Kontrollen oft an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gelangten. «Wenn Ungeimpften der Zutritt verwehrt wird, sind Beleidigungen an der Tagesordnung. Die Aggressivität nimmt massiv zu», berichtete er. Teilweise würden Mitarbeiter bei den Kontrollen bespuckt.

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