18-jähriger tötet Mutter mit Hammer – KI riet ihm zur Waffe
In Wales ist ein Teenager zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Vor der Tat soll er eine KI nach der passenden Waffe gefragt haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein 18-Jähriger tötete seine Mutter in Nordwales mit einem Hammer.
- Das Gericht verurteilte ihn zu lebenslanger Haft.
- Vor der Tat soll er eine KI nach der passenden Waffe gefragt haben.
Tristan Roberts plante den Mord an seiner Mutter über Wochen. Für die Wahl der Waffe fragte er eine KI.
Der damals 17-Jährige täuschte das chinesische KI-Tool DeepSeek: Er gab an, ein Buch über Serienmörder zu schreiben, und fragte, welche Waffe ein «unerfahrener Killer» nutzen solle. Die KI empfahl einen Hammer, wie die «Daily Mail» schreibt.
Täter radikalisierte sich auf Gamer-Plattform
Roberts verbrachte täglich stundenlang auf der Gamer-Plattform Discord.
Dort postete er frauenfeindliche Nachrichten und kündigte die Tat mehrfach offen an. «Sie wird einfach von der Erde verschwinden. Ich hab schon alles andere versucht. Jetzt ist es Zeit», schrieb er in einem Beitrag.
Seine Accounts wurden wegen Verstössen gegen die Nutzungsbedingungen wiederholt gesperrt. Roberts erstellte daraufhin insgesamt 16 verschiedene Profile.
Hammer für 24 Franken bei Amazon
Den Hammer bestellte Roberts bei Amazon – für umgerechnet rund 24 Franken. Zusätzlich kaufte er eine Sturmmaske, Einwegmasken, einen Overall und Frischhaltefolie.
In der Nacht auf den 24. Oktober 2024 griff er seine Mutter Angela Shellis (45) in ihrem Schlafzimmer an.
Der Angriff dauerte viereinhalb Stunden. Roberts schlug wiederholt auf sie ein und würgte sie. Die gesamte Tat filmte er.
Mutter bat ruhig um Hilfe
Angela Shellis bat ihren Sohn während des Angriffs, den Notruf zu rufen. Laut Staatsanwalt sprach sie ruhig und gefasst. Sie bot sogar an, vor Gericht für ihn auszusagen.
Roberts überredete sie stattdessen, das Haus zu verlassen, unter dem Vorwand, sie könne medizinische Hilfe erhalten.
Er führte sie in ein Naturschutzgebiet und schlug sie dort mit dem Hammer nieder. Anschliessend kehrte er alleine nach Hause zurück.
Familie mit Nachrichten vom Handy der Mutter getäuscht
Angelas Leiche wurde am Morgen des 24. Oktober gegen 8.30 Uhr gefunden. Angehörige, die sie nicht erreichen konnten, fragten nach.
Roberts schrieb ihnen von ihrem Handy, sie liege mit Halsweh im Bett. Als ihr Sohn Ethan fragte, ob sie noch am Leben sei, antwortete Roberts in ihrer Rolle mit einem lachenden Emoji.
Bei seiner Verhaftung hatte sich Roberts in seinem Zimmer verbarrikadiert. Gegenüber den Beamten fragte er: «Ist die Leiche, die Sie gefunden haben, meine Mutter?»
«Mum hat nie aufgegeben»
Das Mold Crown Court in Wales verurteilte Roberts zu lebenslanger Haft. In einem Opferstatement sagte sein Bruder Ethan, die Mutter habe ihr ganzes Leben alles für Roberts gegeben.
«Mum hat nie aufgegeben. Ich weiss nicht, wie er das jemandem antun konnte – erst recht nicht ihr.»
Ihre Schwester Sarah Gunther sagte, Angela Shellis solle als Mutter in Erinnerung bleiben, die niemals aufgegeben habe. Egal, was das Leben ihr entgegenwarf.



















