Für britische Haushalte wird es im neuen Jahr wohl teurer: Grund dafür sind höhere Steuern und Energiekosten bei steigender Inflation.
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Die Preise für Gas sind in Grossbritannien zuletzt rasant gestiegen (Symbolbild). Foto: Sina Schuldt/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Britische Konsumenten müssen wohl mit jährlichen Einbussen von knapp 1500 Franken rechnen.
  • Die Preise für Energie sowie die Steuern steigen.
  • Boris Johnson begründet die Massnahme mit der Coronapandemie.

Auf Verbraucherinnen und Verbraucher in Grossbritannien kommen im neuen Jahr einer Studie zufolge erhebliche finanzielle Belastungen zu. Haushalte müssten wegen höherer Steuern und Energiekosten bei steigender Inflation in der Regel mit jährlichen Einbussen von 1200 Pfund (knapp 1500 Franken) rechnen, teilte die Denkfabrik Resolution Foundation am Mittwoch mit. Sie warnte vor einer «Lebenshaltungskosten-Katastrophe».

Einkommensschwache Familien wohl überproportional betroffen

Besonders heftig treffe die Haushalte, dass die Beiträge zur Sozialversicherung National Insurance von April an um 1,25 Prozent steigen.

Premierminister Boris Johnson hatte die Massnahme, mit der er ein Wahlversprechen brach, mit den finanziellen Kosten der Corona-Pandemie begründet. Mitglieder seiner Konservativen Partei fürchten, dass eine Lebenshaltungskostenkrise die Unterstützung für die Regierung weiter untergraben könnte.

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Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, spricht während einer Pressekonferenz. (Archivbild). Foto: Hollie Adams/Getty Images Pool/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Ein zu erwartender deutlicher Anstieg der Energiepreise werde einkommensschwache Familien überproportional treffen, schrieb Resolution Foundation. Zudem werden nach Schätzung der Denkfabrik die Reallöhne stagnieren, hinzu kommen weitere Steuererhöhungen etwa bei der Gemeindesteuer.

2022 drohe ein «Jahr der Knappheit» zu werden, sagte Resolution-Chef Torsten Bell. «Das Gesamtbild wird wahrscheinlich von steigenden Preisen und stagnierenden Lohnpaketen geprägt sein.» Als eine Massnahme schlägt der Thinktank vor, die Mehrwertsteuer auf Energierechnungen zu erlassen.

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