Sony – Inaktive PSN-Konten können nach drei Jahren gelöscht werden
Sony kann inaktive PlayStation-Network-Konten nach drei Jahren sperren oder löschen – inklusive möglichem Verlust digitaler Inhalte.

Sony hat die Nutzungsbedingungen für das PlayStation Network angepasst und neue Regeln zur Kontoinaktivität definiert. Nach Angaben der «Vybe» kann der Konzern inaktive Konten nach 36 Monaten ohne Nutzung für ein Löschverfahren markieren.
Betroffene Nutzerinnen und Nutzer sollen zunächst eine Benachrichtigung per E-Mail erhalten. Anschliessend besteht eine Frist von sechs Monaten, um sich erneut einzuloggen oder die Weiterführung des Kontos zu bestätigen.
Erfolgt keine Reaktion innerhalb dieser Frist, kann das Konto endgültig geschlossen werden. Eine Wiederherstellung sei laut den Bedingungen nicht vorgesehen.
EU-Datenschutz als Hintergrund
Sony verweist der «Vybe» zufolge auf europäische Datenschutzvorgaben als Grundlage für die Anpassung der Regeln. Diese verpflichten Unternehmen dazu, personenbezogene Daten nicht unbegrenzt zu speichern.
Die Regelung sieht vor, dass eine Kontoschliessung möglich ist, jedoch nicht zwingend erfolgt. Entscheidend ist dabei die Formulierung, dass Sony ein solches Verfahren einleiten kann.
Die Diskussion betrifft auch den Zugriff auf digitale Inhalte. Bei einer Kontoschliessung könnten gekaufte Spiele und Inhalte nicht mehr verfügbar sein.
Kritik an digitalen Besitzmodellen
Der Umgang mit digitalen Käufen wird in der Branche zunehmend diskutiert. Ein Kommentar bei «Heise» betont, dass Spiele heute meist nur als Nutzungslizenz erworben werden.
Diese Lizenz könne an Plattformen gebunden sein und unter bestimmten Bedingungen entzogen werden. Physische Datenträger würden dagegen eine dauerhaftere Nutzung unabhängig von Online-Diensten ermöglichen.
Auch die Rolle von Spiele-Discs wird in der Branche neu bewertet. Der Rückzug aus dem physischen Vertrieb sei ein möglicher Einschnitt in die Spielekultur.
Weitere Kontroversen rund um Sony
Zusätzliche Kritik entzündet sich an Plattform- und Veröffentlichungsrestriktionen. Laut der «PC Games» waren einzelne Titel zeitweise in zahlreichen Ländern nicht verfügbar.

Hintergrund sind demnach mögliche Plattformvorgaben wie PSN-Anbindungen, die regionale Einschränkungen zur Folge haben können.
Sony hat sich zu den konkreten Auswirkungen der Inaktivitätsregel im Detail bislang nicht öffentlich geäussert. Der Konzern verweist in seinen Bedingungen auf die jeweils gültigen Nutzungsrichtlinien des PlayStation Networks.















