Linux 7.3 behebt PCIe-Reset-Probleme bei Samsung-SSDs
Linux 7.3 korrigiert SSD-Probleme und verbessert Grafikverwaltung, Dateisysteme und Prozessorsteuerung. Zudem wächst die Unterstützung für aktuelle Hardware.

Am 18. Oktober 2026 hat Linus Torvalds Linux 7.3 veröffentlicht. Das neue Kernel-Release enthält neben Leistungsverbesserungen auch eine kurzfristig integrierte Korrektur für bestimmte Samsung-SSDs, wie die «BornCity» berichtet.
Betroffen sind die Samsung 990 PRO mit Firmware 1B2QJXD7 und die 990 EVO Plus mit Firmware 2B2QKXG7. Diese Laufwerke liefern nach einem PCIe-Funktionsreset bis zu sieben Millisekunden lang ungültige Daten.
Das Problem betrifft unter anderem den VFIO-Passthrough, bei dem virtuelle Maschinen direkt auf physische Hardware zugreifen. Die fehlerhaften Rückmeldungen der SSD-Firmware können dabei Probleme bei der Wiederherstellung der Gerätekonfiguration verursachen.
Linux 7.3 verbessert SSD-Resets und optimiert die VRAM-Verwaltung
Linux 7.3 fügt deshalb nach dem Funktionsreset eine gezielte Wartezeit ein. Erst danach stellt der Kernel die PCI-Konfiguration wieder her, wie die «BornCity» erläutert.
Auch die Verwaltung des Videospeichers erhält neue Funktionen. Laut der «Heise» können Anwendungen mit höherem Speicherbedarf besser vor der Verdrängung ihrer Daten aus dem Grafikspeicher geschützt werden.
Die Änderungen richten sich insbesondere an Systeme mit acht Gigabyte VRAM oder weniger. Sie sollen verhindern, dass wichtige Anwendungen Daten ständig zwischen Grafikspeicher und Arbeitsspeicher verschieben müssen, und dadurch Ruckler reduzieren.
Linux 7.3 optimiert Scheduling und beschleunigt Dateisysteme
Zudem erweitert Linux 7.3 den programmierbaren Scheduler sched_ext um hierarchische Unterscheduler. Der überarbeitete Fair-Scheduler vereinfacht die Prozessauswahl und bietet neue Strategien zur Verteilung der Rechenzeit zwischen Prozessgruppen.
Bei Btrfs verbessert der Kernel unter anderem direkte Lese- und Schreibzugriffe. In einem von der «Heise» beschriebenen Test stieg der Durchsatz dabei von rund 50 auf 95 Prozent des theoretischen Maximums.
Auch ext4 erhält Optimierungen für parallele Schreibzugriffe und die Speicherplatzreservierung. Zusätzlich erweitert Linux 7.3 die NTFS-Unterstützung für alternative Datenströme und verbessert den integrierten SMB-Server ksmbd.
Neue Hardware und hohe Entwicklerbeteiligung
Linux 7.3 umfasst zudem Vorbereitungen für AMD-Prozessoren mit Zen-6-Architektur und Verbesserungen für Grafiklösungen von AMD, Intel und Nvidia. Erste Unterstützung gibt es ausserdem für Apples M3-Pro-, M3-Max- und M3-Ultra-Chips sowie für Valves neuen Steam Controller.
An der Entwicklung beteiligten sich der «LinuxNews» zufolge insgesamt 3021 Entwickler, darunter 807 Personen, die erstmals zum Kernel beitrugen. Das Projekt verzeichnete 18'765 Commits ohne Merge-Commits.

Wann Linux 7.3 über reguläre Systemupdates verfügbar wird, hängt von der jeweiligen Distribution ab. Die Veröffentlichung bringt damit sowohl gezielte Fehlerkorrekturen für bestimmte SSD-Firmware-Versionen als auch Änderungen an Grafik, Scheduling und Dateisystemen.















