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    KI von OpenAI spielt eigenständig Computer-Hacker

    Keystone-SDA
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    USA,

    Bei einem internen Test hat sich ein KI-Modell von OpenAI eigenständig in die Systeme der Plattform Hugging Face gehackt.

    Hacker
    Ein OpenAI-Testmodell verhielt sich beim Ausbruch aus der Testumgebung wie ein gewiefter Hacker. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • OpenAIs neue KI-Modelle sind aus einem Test ausgebrochen und haben Hugging Face gehackt.
    • Die Software nutzte unentdeckte Sicherheitslücken und gestohlene Zugangsdaten.
    • OpenAI spricht von einem «beispiellosen Cyber-Zwischenfall» — Experten warnten schon.

    Ein aussergewöhnlicher Zwischenfall beim Testlauf neuer KI-Modelle des ChatGPT-Entwicklers OpenAI demonstriert das Risiko potenzieller Cyberattacken mit Künstlicher Intelligenz. Die Software drang eigenständig in Computersysteme einer anderen KI-Firma ein und verhielt sich dabei wie ein gewiefter Hacker, wie aus einem Blogeintrag von OpenAI hervorgeht.

    Das betroffene Unternehmen Hugging Face, eine Plattform für KI-Anwendungen, berichtete bereits vergangene Woche von einem Cyberangriff mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Nun stellt sich heraus, dass dieser auf einen internen Versuch bei OpenAI zurückging, den die Software ungeplant zu weit trieb.

    OpenAI
    OpenAI hat Hunderte mathematische Resultate eines bislang unveröffentlichten KI-Modells publiziert. (Symbolbild) - keystone

    OpenAI wollte laut dem Blogeintrag beim neuen Modell GPT-5.6 Sol und einer noch unveröffentlichten künftigen Version die Fähigkeit ausloten, Sicherheitslücken für Cyberattacken auszunutzen. Dafür sollte die Software Aufgaben eines Standard-Tests mit dem Namen ExploitGym lösen, der dafür oft in der Branche verwendet wird. Doch die KI-Modelle gingen viel weiter als erwartet, um die Aufgabe zu erfüllen.

    Zunächst brach die Software aus der Testumgebung aus, indem sie sich auf eigene Faust Zugang zum offenen Internet verschaffte – und zwar über eine bisher unentdeckt gebliebene Schwachstelle. Während sie eigenständig im Netz unterwegs waren, kamen die Modelle zu dem Schluss, dass es bei Hugging Face nützliche Daten und Lösungen für die ExploitGym-Aufgaben geben könnte. Deshalb habe die Software sich Zugang zu «geheimen Informationen» auf der Plattform verschafft, mit denen sie beim ExploitGym-Test schummeln könnte, erläuterte OpenAI.

    KI setzte auf entdeckte Sicherheitslücken

    Auch dafür setzte die OpenAI-Software unter anderem auf zuvor unentdeckte Sicherheitslücken – aber auch auf gestohlene Zugangsdaten. Hugging Face zufolge führte der KI-Angreifer tausende Schritte aus und wechselte den Standort der digitalen Steuerzentrale der Attacke. OpenAI selbst sprach von einem «beispiellosen Cyber-Zwischenfall».

    Experten warnen schon lange vor Cyberattacken mit KI-Software. In den vergangenen Monaten heizte vor allem ein neues Modell des OpenAI-Rivalen Anthropic die Debatte an. Die Software mit dem Namen Mythos entdeckte über Jahrzehnte unentdeckt gebliebene Sicherheitslücken bei viel genutzten Programmen und Online-Diensten. Die Schwachstellen konnten in der Folge gestopft werden. Doch zugleich führte das vor Augen, dass solche KI in den falschen Händen als verheerende Cyberwaffe dienen kann.

    Macht dir Angst, wie schnell die KI-Systeme sich entwickeln?

    Anthropic macht die vollen Möglichkeiten von Mythos nur für ausgewählte Behörden und Unternehmen zugänglich. Für andere gibt es eine abgespeckte Version mit dem Namen Fable, der unter anderem die Cybersicherheits-Fähigkeiten fehlen. Nach Warnungen, dass die KI-Modelle von den Zügeln befreit werden könnten, musste Anthropic auf Geheiss der US-Regierung den Zugang zu Mythos und Fable zeitweise Sperren. Die Blockade wurde inzwischen aufgehoben.

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    Kommentare

    User #4127 (nicht angemeldet)

    „Büchse der Pandora öffnen" Diese Metapher verdeutlicht, dass wir oft Dinge in Bewegung setzen, ohne die möglichen negativen Auswirkungen richtig abzuschätzen. obwohl genau weiß, dass es falsch oder gefährlich ist. nimmt dadurch negative Konsequenzen in Kauf, die nicht mehr aufhalten kann.

    User #3555 (nicht angemeldet)

    Skynet wird aktiv.

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