Nestlé stellt sich auf Produktsuche mit KI ein
Der Lebensmittelkonzern Nestlé stellt sein Marketing zunehmend auf die wachsende Bedeutung von KI-Systemen bei der Produktsuche ein. Laut Finanzchefin Anna Manz beobachtet der Konzern bereits täglich, wie stark grosse Sprachmodelle auf die eigenen Internetseiten zugreifen.

«Wir verfolgen täglich, in welchem Ausmass grosse Sprachmodelle unsere Websites abfragen statt Menschen – und das nimmt von Tag zu Tag zu», sagte die 53-jährige Britin am Dienstag an einer Investorenkonferenz in Boston.
Nestlé untersucht dabei auch, welche Fragen Konsumenten an die Künstliche Intelligenz stellen. Dafür arbeite der Konzern mit externen Partnern zusammen und analysiere die sogenannten Prompts in den für Nestlé relevanten Produktkategorien. Diese entsprächen nicht immer dem, was Marketingverantwortliche erwarteten. Deshalb sei eine laufende Beobachtung wichtig.
Zudem misst Nestlé laut Manz, wie der Konzern bei solchen KI-Anfragen erscheint. Gleichzeitig sollen Informationen so bereitgestellt werden, dass Sprachmodelle darauf zurückgreifen können. Dabei gehe es nicht nur darum, dass Nestlé-Marken in den Antworten auftauchten. Der Konzern wolle auch zu den Quellen gehören, die KI-Modelle für ihre Antworten heranziehen.
Einen Vorteil sieht die studierte Chemikerin in der langjährigen Forschungstätigkeit des 160-jährigen Unternehmens. Nestlé verfüge über umfangreiches Fachwissen und grosse Datenbestände. Dieses Wissen wolle der Konzern für Sprachmodelle zugänglich machen, damit Nestlé bei entsprechenden Themen als Quelle zitiert werde. Dies sei «ein ziemlich spannendes Gebiet», sagte Manz.














