Apple prüft mit Nvidia offenbar Rückkehr in den Servermarkt
Apple erwägt die Rückkehr in den Servermarkt und prüft dafür offenbar Technik des Chipkonzerns Nvidia.

Apple könnte mehr als ein Jahrzehnt nach dem Ende von Xserve wieder eigene Enterprise-Server anbieten. Laut der «Golem» arbeitet der Konzern an einem KI-Server, der sich insbesondere auf Inferenz konzentrieren soll.
Dabei geht es um das Ausführen bereits trainierter KI-Modelle im Unternehmensbereich. Als mögliche Kunden gelten der «Mac Life» zufolge unter anderem KI-Entwickler, Unternehmen und Behörden.
Für das neue System erwägt Apple offenbar zwei Varianten mit zwei oder vier M8-Ultra-Chips. Zur Verbindung der Prozessoren untereinander prüft der Konzern die Technologie NVLink Fusion von Nvidia, wie die «Hardwareluxx» berichtet.
Apple setzt bei geplantem Server auf M8 Ultra und Nvidia-Technik
NVLink Fusion soll Drittanbietern die Anbindung eigener Prozessoren an das Nvidia-Ökosystem ermöglichen. Eine endgültige Entscheidung für die Technologie sei laut der «Mac Life» allerdings noch nicht gefallen.
Das Projekt soll bereits vor rund einem Jahr gestartet worden sein. Unter anderem wurde es von John Ternus unterstützt, der damals Apples Hardwareentwicklung leitete und inzwischen CEO des Konzerns ist.
Der geplante Server soll auf Apples M8-Ultra-Prozessoren basieren. Der «Golem» zufolge könnte der M8 zu den ersten Apple-Chips gehören, die bei TSMC im 1,4-Nanometer-Verfahren gefertigt werden.
Apple plant Server-Comeback nach Ende der Xserve-Reihe
Ein möglicher Marktstart wird derzeit für 2029 erwartet. Die kommerzielle Massenproduktion im 1,4-Nanometer-Verfahren dürfte bei TSMC erst 2027 oder 2028 marktreif werden.
Apple nutzt bereits eigene Server für Private Cloud Compute. Diese Systeme verarbeiten laut der «Hardwareluxx» unter anderem Anfragen von Apple Intelligence, bleiben bislang aber für den internen Einsatz bestimmt.
Apple hatte seine Xserve-Reihe 2011 eingestellt und damit das Angebot dedizierter Enterprise-Server beendet. Die Server wurden zunächst mit IBM-Prozessoren betrieben, bevor Apple 2006 auf Intel-Xeon-Chips wechselte.
Apple steht bei Server-Plänen vor alten Enterprise-Herausforderungen
Trotz leistungsfähiger Hardware und Mac OS X Server konnte sich Xserve der «Golem» zufolge keine nennenswerten Marktanteile sichern. Bei einer erneuten Rückkehr müsste Apple zudem frühere Herausforderungen im Enterprise-Geschäft berücksichtigen.
Die «Hardwareluxx» verweist dabei unter anderem auf Supportstrukturen, langfristige Betriebssystem-Unterstützung und Möglichkeiten für kundenspezifische Fehlerbehebungen. Auch bei der Vor-Ort-Betreuung hätten etablierte Anbieter wie HP, Dell und Lenovo weiterhin entsprechende Strukturen.

Ob Apple den Server tatsächlich auf den Markt bringt, bleibt offen. Das Projekt befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase und könnte bis 2029 verändert oder eingestellt werden.
















