Zwei starke Erdbeben haben am Freitag den Westen Chinas erschüttert. Die beiden Beben hatten eine Stärke von je 6,1 und 7,3.
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Feuerwehrleute helfen nach dem Beben in China. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Freitag haben zwei starke Erdbeben den Westen Chinas erschüttert.
  • Die beiden Beben hatten eine Stärke von je 6,1 und 7,3.
  • Insgesamt meldeten die chinesischen Medien bisher zwei Todesopfer.

Zwei starke Erdbeben haben am Freitag den Westen Chinas erschüttert. Nach Behördenangaben starben zwei Menschen durch einen Erdstoss der Stärke 6,1 in der südwestlichen Region Yunnan, mindestens 22 weitere Menschen wurden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua verletzt.

Wenige Stunden später wurde die dünn besiedelte Region Qinghai im Nordwesten des Landes von einem Beben der Stärke 7,3 erschüttert. Dort meldeten die Medien zunächst keine Opfer.

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Rettungskräfte tragen Hilfsgüter in den Autonomen Kreis Yangbi Yi in der südwestchinesischen Provinz Yunnan. - dpa

Das erste Beben ereignete sich am späten Freitag in einer Tiefe von 8 Kilometern und wurde laut der Daten des China Earthquake Networks Centers am Samstag von mehreren Nachbeben gefolgt. Der staatliche TV-Sender CCTV vermeldete, es habe in Folge dessen Erdrutsche gegeben, ausserdem seien Strassen beschädigt worden. Strom-, Telefon- und Internetverbindungen funktionierten aber.

Über Twitter erklärte die staatliche Zeitung «Global Times», dass in einer Stadt in der Provinz Yunnan, die etwa 24 Kilometer vom Epizentrum entfernt ist, der Notstand ausgerufen wurde und Rettungsmassnahmen eingeleitet worden seien.

Bevölkerung soll sich von Gebäuden fernhalten

Laut Xinhua wurden Rettungskräfte in die Regionen entsandt. In den Medien veröffentlichte Videos zeigten durch die Erschütterung hin- und herschwankende Deckenlampen und herabfallende Vasen sowie Menschen, die aus Furcht ins Freie rannten. Das chinesische Erdbebenwarnzentrum rief die Bevölkerung auf, sich von Gebäuden fernzuhalten.

In China kommt es häufig zu Erdbeben, insbesondere in den bergigen Regionen im Westen und Südwesten des Landes. In der Region um die Provinz Yunnan, wo mehr als 100'000 Menschen leben, treffen die Indische und die Eurasische Platte aufeinander. Im Oktober 2014 waren dort hunderte Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 6,0 verletzt worden, mehr als 100'000 verloren ihr Dach über dem Kopf.

In der südwestlichen Provinz Sichuan waren 2008 bei einem Beben der Stärke 7,9 insgesamt 87'000 Menschen getötet worden. 2010 starben bei einem Erdstoss der Stärke 6,9 in der Provinz Qinghai rund 3000 Menschen.

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